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Tagesaufenthalt für Obdachlose in Wuppertal jetzt länger offen


Jetzt an 365 Tagen im Jahr  

Tagesaufenthalt für Obdachlose in Wuppertal länger geöffnet

07.05.2019, 12:07 Uhr | t-online.de, jwi

Tagesaufenthalt für Obdachlose in Wuppertal jetzt länger offen. Im "Oberstübchen" können sich Obdachlose in Wuppertal aufwärmen. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Peter Endig)

Im "Oberstübchen" können sich Obdachlose in Wuppertal aufwärmen. (Symbolfoto) (Quelle: Peter Endig/imago images)

Die Stadt Wuppertal verlängert die Öffnungszeiten des Tagesaufenthaltes "Oberstübchen" für Wohnungslose.

Der Tagesaufenthalt für Wohnungslose in Wuppertal steht ab Ostern 2019 von 9 bis 17 Uhr an allen Tagen im Jahr, auch an Feiertagen, am Standort Oberstraße zur Verfügung. Dies teilte die Stadt am Montag mit. 

In einem dreistufigen Erweiterungsprozess sei es der Sozialverwaltung gelungen, die erforderlichen Finanzmittel für den Betrieb der Tagesstätte "Cafe Oberstübchen“ durch die Diakonie Wuppertal bereitzustellen.

Mucke: "Pflichtaufgabe der Stadt"

Oberbürgermeister Andreas Mucke sagt dazu: "Das neue Angebot für Menschen ohne Wohnung ist ein ganz wichtiger Schritt – ich bin allen Beteiligten dankbar, dass sie das jetzt möglich machen." Wohnungslose und obdachlose Menschen bräuchten neben einer Übernachtungsmöglichkeit, die in Wuppertal für Männer von 18 bis 8 Uhr nur nachts geöffnet ist, einen Aufenthalt am Tage, so Mucke. "Zum einen als Schutz gegen Witterungseinflüsse, aber auch um Grundbedürfnisse wie regelmäßige Mahlzeiten, Körperhygiene und saubere Kleidung gewährleisten zu können. Dies gehört zu den Pflichtaufgaben einer Stadt“, erklärt der OB.

Bis Februar 2018 gab es in Wuppertal lediglich ein Angebot an den Werktagen von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr. "Es war uns wichtig, den Menschen auch an den Wochenenden, Feiertagen und nachmittags bis zur Öffnung der Übernachtungsstelle einen Schutz vor den Witterungseinflüssen anzubieten“, sagt Stefan Kühn, Sozialreferent der Stadt Wuppertal, und freut sich, dass es in mehreren Ausbaustufen gelungen sei, nun 365 Tage im Jahr ein achtstündiges Angebot für die von absoluter Armut betroffenen Menschen anzubieten.

Tagesangebot "Oberstübchen" bereits seit 20 Jahren in Wuppertal

"Der erhebliche Bedarf zeigte sich schon deutlich, als wir im Frühjahr 2018 mit einem täglich drei Stunden geöffneten Angebot an den Wochenenden und zwei Feiertagen begonnen haben“, erklärt Mirjam Michalski von der Diakonie Wuppertal. "Nach anfänglichem Zögern kamen die wohnungs- und obdachlosen Menschen, um sich aufzuwärmen oder sich einfach nur hinzusetzen und nutzen ab April 2018 auch gerne die auf täglich fünf Stunden erweiterten Öffnungszeiten am Wochenende“.

Das Angebot für Wohnungslose in der Oberstraße 36-38 blickt auf eine über 20-jährige Tradition zurück. Es bietet den Menschen, die auf der Straße leben und die Übernachtungsstellen nutzen, bei Bekannten schlafen oder nach einer erfolgreichen Wohnungsvermittlung weiterhin regelmäßige Ansprechpartner brauchen, die Gelegenheit zum Gespräch. Außerdem können Menschen im Café Oberstübchen preiswert essen, sie können Wäsche waschen oder neue bekommen, duschen, in Zeitungen nach Beschäftigungs- oder Wohnungsangeboten zu suchen und Kontakte zu knüpfen. Aber auch Freizeitangebote wie Gesellschaftsspiele und kostenfreie Schließfächer für die persönlichen Dinge stehen im Café zur Verfügung.

"Wachsende Zahl wohnungsloser Menschen"

Dieses Angebot gab es aber bisher nicht nachmittags, an den Wochenenden und Feiertagen. "Diese Öffnungszeiten waren nur durch den Einsatz von ehrenamtlichem Engagement möglich“, berichtet Thomas Bartsch für die Diakonie Wuppertal. Täglich besuchen 40 Menschen, vorwiegend Männer die Tagesstätte. Im gleichen Haus bietet die Beratungsstelle der Diakonie spezifische Begleitung und Beratung für die betroffenen Menschen an. "Das Tagesangebot ist nur ein Baustein, um der gesellschaftlichen Herausforderung der wachsenden Anzahl wohnungsloser Menschen zu begegnen“, sind sich Mirjam Michalski, Thomas Bartsch und Stefan Kühn einig, "das wichtigste für viele sind angemessene Wohnungen“.

Verwendete Quellen:
  • Mitteilung der Stadt Wuppertal

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