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Nach Fund von gestohlenem Sprengstoff vier Männer angeklagt

Trier  

Nach Fund von gestohlenem Sprengstoff vier Männer angeklagt

09.05.2019, 10:56 Uhr | dpa

Gut drei Monate nach dem Fund von gestohlenem Sprengstoff in Igel bei Trier hat die Staatsanwaltschaft vier Männer angeklagt. Drei von ihnen sollen im Dezember 2018 in einem Bergwerk in der Region rund 50 Kilogramm Sprengstoff, Zünder und Werkzeuge entwendet haben, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag mit. Der Vierte im Bunde sei dabei gewesen, als die Männer sich zuvor insgesamt neun Mal in wechselnder Beteiligung unbefugt Zutritt in das Bergwerk verschafft hätten. Die Angeklagten aus Luxemburg und aus Deutschland sind zwischen 18 und 22 Jahre alt.

Den Großteil des Sprengstoffs habe ein 21 Jahre alter Luxemburger, mit in seine Wohnung in Igel genommen - wo er Ende Januar bei einem Groß-Einsatz sichergestellt wurde. Die übrige Menge bewahrte ein anderer bei sich zu Hause auf. Die Männer sollen mit kleineren Mengen an abgelegenen Orten im Grenzgebiet auf freiem Feld vier Sprengversuche gemacht haben. In einem Fall seien sie nur wenige Meter vom Explosionsort entfernt gewesen: Nur durch einen glücklichen Zufall sei es nicht zu Verletzungen gekommen, hieß es.

Bei den Experimenten soll der Wunsch nach "Nervenkitzel" eine Rolle gespielt haben. Religiöse und politische Motive gebe es nicht. Beim Eindringen in das Bergwerk gehe die Motivation der Männer auf Ideen der "Lost-Places"-Szene zurück: Deren Zugehörige verspürten einen Reiz, verlassene Orte aufzusuchen, hieß es. Die Männer hatten Gänge und Räume ausgekundschaftet und waren mit Werksfahrzeugen gefahren.

Die Hauptangeschuldigten, ein 18-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Luxemburger, seien in Untersuchungshaft. Die anderen beiden seien wieder auf freiem Fuß. Ein Termin vor dem Amtsgericht Trier steht noch nicht fest.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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