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Neue Ausstellung über Esskultur der Kelten und Römer

Morbach  

Neue Ausstellung über Esskultur der Kelten und Römer

10.05.2019, 07:10 Uhr | dpa

Die Römer brachten nicht nur den Anbau von Obstsorten wie Äpfel, Birnen und Kirschen vor rund 2000 Jahren ins alte Keltenland. "Auch die Walnuss ist erst mit den Römern hier hergekommen", sagte die Leiterin des Archäologieparks und Museums Belginum, Rosemarie Cordie, im Hunsrückort Morbach-Wederath der Deutschen Presse-Agentur. Importierte Lebensmittel wie Datteln und Feigen sowie exotische Gewürze kamen ebenfalls auf die Teller der Römer, wie Grabungen in der römischen Straßensiedlung Belginum belegen.

"Was aßen Kelten und Römer?" zeigt eine neue Sonderausstellung im Archäologiepark von Sonntag (12. Mai) an. "Wir haben durch Grabungen nachgewiesen, dass schon im zweiten Jahrhundert Kulturobst hier war", sagte Cordie. Bei Bodenproben unter anderem aus Zisternen habe man auch kuriose Dinge entdeckt wie Spuren vom Salzwasserfisch Sprotte. Untersuchungen ergaben, dass er in der bei den Römern beliebten importierten Würzsoße Garum enthalten war.

Die Entwicklung der Tisch- und Esskultur ist in der Ausstellung auch Thema. "Das Geschirr wird bei den Römern mit neuen Essgewohnheiten immer vielfältiger", sagte Cordie. Außer Teller gab es Schalen, auch zum Reiben von Kräutern und Käse, sowie Glasgefäße. Neben Honigwein wurde auch Bier getrunken.

Im Straßenort "Vicus Belginum" an der Hunsrückhöhenstraße, der im ersten Jahrhundert nach Christus errichtetet wurde, konnten Reisende zwischen Mainz und Trier Pferde wechseln, Wagen reparieren lassen, essen und übernachten. In der Blütezeit der Siedlung im zweiten und dritten Jahrhundert lebten dort bis zu 1000 Menschen plus viele Durchreisende. Bereits ab dem dritten Jahrhundert vor Christus war das Areal eine Kultstätte.

Seit gut 60 Jahren forschen Wissenschaftler auf dem Gelände. Die Anlage, zu der neben der Siedlung ein Gräberfeld, mehrere Tempelbezirke und ein Militärlager zählen, ist nach Angaben von Wissenschaftlern in Mitteleuropa einzigartig. 2002 öffnete dort ein Archäologiepark. Die Ausstellung ist bis zum 3. November zu sehen.

Nach Angaben von Cordie gibt die Ausstellung einen Überblick über Landwirtschaft und Ernährung in jener Zeit für das linksrheinische Gebiet bis nach Lothringen. Auch Fundstücke von anderen Orten sind zu sehen: Zum Beispiel Schalen von Austern, die in der römischen Villa Borg im Saarland gefunden worden waren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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