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Pistorius: Keine Toleranz für Schüsse bei Hochzeitskorsos

Hannover  

Pistorius: Keine Toleranz für Schüsse bei Hochzeitskorsos

14.05.2019, 12:05 Uhr | dpa

Pistorius: Keine Toleranz für Schüsse bei Hochzeitskorsos. Boris Pistorius

Boris Pistorius, der Innenminister von Niedersachsen. Foto: Christophe Gateau/Archivbild (Quelle: dpa)

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat sich für entschiedenes Vorgehen der Polizei gegen ausufernde und von Gewalt begleitete Hochzeitskorsos ausgesprochen. Wenn Teilnehmer einer solchen Hochzeitsgesellschaft meinten, sie könnten aus einer Schreckschusspistole schießen und den Verkehr auf einer Autobahn lahmlegen, dann könne und werde die niedersächsische Polizei dies nicht tolerieren, sagte Pistorius am Dienstag im Landtag. Die rechtlichen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen ein solches Verhalten seien komplett ausreichend. Pistorius betonte, die Fallzahlen bei Verstößen von Hochzeitskorsos in Niedersachsen lägen seit Jahresbeginn im einstelligen Bereich. "Wir wollen das nicht verharmlosen, aber auch nicht größer machen als es ist."

Die Fraktion der AfD hatte die Hochzeitskorsos zum Thema im Landtag gemacht. Der AfD-Abgeordnete Jens Ahrends forderte härtere Strafen und verwies darauf, dass die Teilnehmer ausufernder Hochzeitsgesellschaften meist türkischen und arabischen Hintergrund hätten. "Auch hier wird gescheiterte Integration deutlich."

Ende April hatte in Hannover ein 19-Jähriger aus einem Hochzeitskorso heraus mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen. Polizisten stoppten den Wagen später und entdeckten bei einer Durchsuchung die Schreckschusswaffe samt Munition, wofür der 19-Jährige nicht die erforderliche Genehmigung hatte. Einen Tag zuvor hatte ein Hochzeitskonvoi die Autobahn 2 bei Hannover in langsamer Fahrt auf allen Fahrspuren blockiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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