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Untreueverdacht bei Karwendelbahn AG

München  

Untreueverdacht bei Karwendelbahn AG

15.05.2019, 15:54 Uhr | dpa

Untreueverdacht bei Karwendelbahn AG. Karwendelbahn fährt im Nebel

Die Karwendelbahn fährt im Nebel auf die 2244 Meter hohe Bergstation. Foto: Ursula Düren/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen des Verdachts der Untreue bei der Karwendelbahn AG gegen fünf Beschuldigte. Das teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Bereits am Mittwoch vergangener Woche hatten Staatsanwälte und Kriminalbeamte ein Dutzend Objekte in Heidenheim und Umgebung durchsucht. Betroffen waren einer Mitteilung der Polizei zufolge Verantwortliche und ehemalige Verantwortliche eines in Baden-Württemberg ansässigen Firmengeflechts, das große Anteile der Karwendelbahn AG hält. Es gehe um den Verdacht eines Vermögensschadens im niedrigen Millionenbereich. Hinweise hatte die Anklagebehörde aus dem Markt Mittenwald erhalten. Von dort habe eine Anzeige vorgelegen.

Die betroffenen Gesellschaften gehören zu einer Firmengruppe rund um den Heidenheimer Geschäftsmann Wolfgang W. Reich. Dieser wies am Mittwoch die Vorwürfe zurück. "Es sind falsche Beschuldigungen", sagte Reich. In einer Mitteilung der Karwendelbahn, die das Unternehmen auch mit einem von Reich unterzeichneten Anschreiben versandte, hieß es weiter, die Staatsanwaltschaft sei auf Verleumdungen "hereingefallen".

Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) wollte sich nicht zu dem gesamten Vorgang äußern. Es sei ein laufendes Verfahren, von den Durchsuchungen habe man aus den Medien erfahren, sagte er.

Die Gemeinde und die Karwendelbahn AG liegen seit Jahren im Clinch. Gestritten wurde etwa um eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung eines neuen Tragseils und anderer Baumaßnahmen. Vor dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen geht es derzeit um ein Hausverbot gegen Hornsteiner. Die Karwendelbahn fährt von Mittenwald aus bis auf rund 2200 Metern Höhe unterhalb der westlichen Karwendelspitze.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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