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EU-Kommission bei Förderprojekten in Greifswald und Stettin

Greifswald  

EU-Kommission bei Förderprojekten in Greifswald und Stettin

15.05.2019, 17:31 Uhr | dpa

EU-Kommission bei Förderprojekten in Greifswald und Stettin. Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie

Blick auf das Gebäude des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP). Foto: Stefan Sauer/Archivbild (Quelle: dpa)

Braucht man EU-Fördermittel, um eine Einlegesohle herzustellen? Die intelligente Sohle mit Temperatursensorik für Diabetiker wäre ohne Gelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wohl nicht in Greifswald und im nahen Karlsburg entwickelt worden. Die Gesamtkosten betragen laut Wirtschaftsministerium rund 1,36 Millionen Euro. Die Innovation gehörte zu den mit EU-Mitteln geförderten Projekten im deutsch-polnischen Grenzgebiet, die am Mittwoch - kurz vor der Europawahl - im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald vorgestellt wurden.

Die Sohle zeigt beim Fuß, an dem Diabetiker wegen Nervenschädigungen oft keinen Schmerz spüren, Temperaturerhöhungen an. Das geschieht etwa vier Wochen bevor Wunden entstehen. Dem Patienten bleibe somit Zeit, zum Arzt zu gehen und den Fuß von Druck zu entlasten, sagte Christian Eschenburg von der Orthopädie-Technik-Service aktiv GmbH. Das Unternehmen entwickelte die Einlegesohle mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald und dem Kompetenzzentrum für Diabetes an der Klinik in Karlsburg. Jetzt starte die Produktion der ersten Kleinserie, sagte Eschenburg. Zum Jahresende soll die Sohle serienreif sein.

Eine Delegation der EU-Kommission mit dem Generaldirektor für Regionalpolitik und Stadtentwicklung, Marc Lemaitre, informierte sich im INP über verschiedene Förderprojekte im Forschungsbereich Umwelt und Gesundheit. Wissenschaftler, Ärzte und Unternehmer aus der Medizinbranche entwickeln gemeinsam Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Forschungsbereichsleiter Klaus-Dieter Weltmann stellte Plasma-Geräte zur Wundheilung, gegen Hautkrebs und für die Zahnmedizin vor. Mit Geldern von der EU seien Labore für die praxisnahe, interdisziplinäre Forschung direkt neben den OP-Sälen eingerichtet worden. Forschungsergebnisse gelangten so schneller in die Praxis.

Laut Wirtschaftsministerium stehen Mecklenburg-Vorpommern in der aktuellen Förderperiode von 2014 bis 2020 knapp 2,3 Milliarden Euro aus vier verschiedenen EU-Fonds zur Verfügung. Das Land befindet sich derzeit auf der Stufe der Übergangsregion, der mittleren von drei Förderstufen. Zuvor lag es im europäischen Vergleich noch auf der Ebene der am wenigsten entwickelten Regionen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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