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Appell der CDU: Einsame Menschen in Brandenburg unterstützen

Potsdam  

Appell der CDU: Einsame Menschen in Brandenburg unterstützen

16.05.2019, 16:32 Uhr | dpa

Appell der CDU: Einsame Menschen in Brandenburg unterstützen. Roswitha Schier (CDU)

Roswitha Schier (CDU) spricht im Landtag. Foto: Bernd Settnik/Archivbild (Quelle: dpa)

In einem eindringlichen Appell hat die CDU-Fraktion die Landesregierung aufgefordert, Schritte gegen die Vereinsamung von Menschen zu unternehmen. Nach einer Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der CDU lebten in vier von zehn Brandenburger Haushalten Menschen alleine, sagte die CDU-Abgeordnete Roswitha Schier am Donnerstag im Landtag. "Rund 30 000 Menschen über 85 Jahre im Land leben alleine und jedes dritte Brandenburger Kind wächst ohne Geschwister auf."

Nicht jeder, der alleine lebe, sei auch einsam, betonte Schier. Aber der Blick müsse sich auf jene richten, die durch Einsamkeit gefährdet seien. Die Landesregierung müsse den Menschen durch Förderung von Freizeit- und Kulturangeboten sowie den Ausbau des Nahverkehrs soziale Kontakte ermöglichen. "Aber unser Appell richtet sich auch an alle Brandenburger: Sprechen wir unsere Mitmenschen an und kümmern uns um die, die in unserer Hähe leben."

Sozialministerin Susanna Karawanskij (Linke) verwies darauf, dass in Brandenburg 36 Mehrgenerationenhäuser gefördert würden. Vor dem Hintergrund, dass oft Arme von Einsamkeit betroffen seien, sollen diese Einrichtungen zu Familienzentren ausgebaut werden, um Unterstützung leisten zu können. Es gebe Netzwerke für Pflege und Betreuung von Kindern, erklärte die Ministerin. 82 Prozent der Pflegebedürftigen würden ehrenamtlich oft von Angehörigen zu Hause gepflegt. "Da müssen wir der Zivilgesellschaft großen Dank zollen."

Ein Entschließungsantrag der CDU, in dem die Landesregierung aufgefordert wurde, Vereine und Verbände etwa durch die Einrichtung von Runden Tischen gegen Einsamkeit zur Zusammenarbeit zu bewegen, wurde mit der Mehrheit der rot-roten Koalitionsfraktionen abgelehnt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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