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"MSC Zoe": Erste Erkenntnisse zu Schiffsunglück

Hamburg  

"MSC Zoe": Erste Erkenntnisse zu Schiffsunglück

16.05.2019, 17:07 Uhr | dpa

Nach dem schweren Schiffsunglück der "MSC Zoe" auf der Nordsee mit mehr als 345 verlorenen Containern haben Ermittler erste Erkenntnisse zur Ursache. Das starke Rollen des Containerriesen in der Sturmnacht auf den 2. Januar habe wahrscheinlich zu dem Unglück beigetragen. Das sagte der Direktor der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) in Hamburg, Ulf Kaspera, am Donnerstag. Ähnlich hatte ihn zuvor auch die "Nordwest-Zeitung" zitiert.

Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass die Containerfracht nachlässig gesichert gewesen sei, sagte Kaspera. Auf der 396 Meter langen "MSC Zoe" waren im Sturm die Befestigungen vieler Containerstapel gebrochen. Mehr als 345 Kisten stürzten in die aufgewühlte See und zerbarsten. Die Ladung verteilte sich an den Küsten der Niederlande und Ostfrieslands und an ihren Inseln. Andere Container blieben als Haufen an Deck liegen.

Nach dem Unglück hatte es Spekulationen gegeben, die turmhohen Containerstapel könnten nicht richtig gesichert worden sein, um Zeit oder Geld zu sparen.

Der Unfall wird gemeinsam von der BSU, der niederländischen Behörde Rijkswaterstad und dem mittelamerikanischen Staat Panama untersucht. Unter dessen Flagge fährt die "MSC Zoe". Bis zu einem Abschlussbericht werde es noch Monate dauern, sagte Kaspera.

Als Rollen wird das Schaukeln eines Schiffs um die Längsachse nach rechts und links bezeichnet. Es ist für die Ladung besonders gefährlich. Kaspera wollte sich nicht festlegen, welche Faktoren die extreme Rollbewegung der "MSC Zoe" gefördert haben könnten. Die Seewasserstraße Richtung Deutsche Bucht ist verhältnismäßig flach. Deshalb türmen sich dort bei Sturm die Wellen besonders hoch.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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