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Islam auf Bierdeckel erklärt: Kritik vom Ausländerbeirat

Maintal  

Islam auf Bierdeckel erklärt: Kritik vom Ausländerbeirat

16.05.2019, 17:41 Uhr | dpa

Islam auf Bierdeckel erklärt: Kritik vom Ausländerbeirat. Bierdeckel mit Fragen zum Islam liegen auf einem Tisch

Bierdeckel mit Fragen zum Islam auf hessisch liegen auf einem Tisch. Foto: Stadt Maintal (Quelle: dpa)

Die Stadt Maintal hat unter anderem mit bedruckten Bierdeckeln zu Diskussionen rund um das Thema Islam anregen wollen - und ist deswegen nun vom städtischen Ausländerbeirat kritisiert worden. "Das war keine gute Idee, die haben das verbockt", sagte dessen Vorsitzender, Salih Tasdirek, am Donnerstag mit Blick auf die Papp-Untersetzer, die teils mit Bembeln - Apfelweinkrügen - bedruckt sind. Muslime hätten sich durch die Verbindung von Alkohol und Islam verletzt gefühlt. Die Aktion sei ohne Fingerspitzengefühl, unsensibel und aus einseitiger Perspektive gemacht worden. Zuvor hatte darüber der Hessische Rundfunk berichtet.

Die Stadt im Main-Kinzig-Kreis hatte im Rahmen ihrer Aktion "Islam uff hessisch" seit Ende Januar 5000 Untersetzer in Gaststätten verteilt. Darauf stehen Fragen zum Islam wie "Derfe die Fußballer im Ramadan gar nix esse?". Per QR-Code oder Link können Interessierte dann auf der Homepage der Stadt die Antwort aufrufen - geschrieben "uff hessisch" von einem fiktiven "Marische".

Der Bembel stehe nicht für Alkohol, sondern sei wie der ebenfalls abgebildete Apfelbaum oder das Schützenhaus Symbol für die Region, sagte die Integrationsbeauftragte der Stadt, Verena Strub. Ziel sei es, die Leute miteinander ins Gespräch zu bringen. "Ich glaube, dass ganz viel Fehlwissen und Vorurteile kursieren."

Das Projekt geht zurück auf den Verein "Orient Netzwerk", der ähnliche Aktionen in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg, Sachsen und Offenbach durchgeführt hatte. Die Antworttexte seien von Islam- oder Religionswissenschaftlern verfasst worden und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime vorgelegt worden, sagte Raban Kluger von dem Verein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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