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Zehntausende Thüringer treten bei Kommunalwahl an

Erfurt  

Zehntausende Thüringer treten bei Kommunalwahl an

17.05.2019, 12:06 Uhr | dpa

Zehntausende Thüringer treten bei Kommunalwahl an. Wahl

Eine Wählerin wirft ihren Wahlschein in einem Wahllokal in die Wahlurne.Foto: Bodo Schackow/Archivbild (Quelle: dpa)

Fast 64 000 Thüringer bewerben sich am 26. Mai um ein Mandat in den Kommunalparlamenten. Insgesamt seien 8146 Sitze in den Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten zu vergeben, teilte der Landeswahlleiter am Freitag in Erfurt mit. Zudem werden 42 Bürgermeister in Städten und Gemeinden gewählt, darunter 20 hauptamtliche Stadtoberhäupter.

Unter den 74 Bürgermeisterkandidaten sind viele, die für Bürgerinitiativen, Wählergemeinschaften oder als Einzelbewerber ins Rennen gehen. Die CDU stellt nach den Angaben 17 Kandidaten, die Linke 2, die SPD 3 und die FDP 1. AfD und Grüne beteiligen sich nicht mit eigenen Kandidaten an den Bürgermeisterwahlen. Bei den Kommunalwahlen, die zusammen mit der Abstimmung über das Europaparlament stattfinden, sind 1,75 Millionen Thüringer zur Stimmabgabe aufgerufen.

In 206 Gemeinden haben die Wähler allerdings keine Auswahl - es tritt nur ein Kandidat an. In sechs Gemeinden ist der Stimmzettel bisher sogar leer. Das betrifft nach Angaben des Landeswahlleiters die Gemeinden Thüringenhausen im Kyffhäuserkreis, Grub (Kreis Hildburghausen), Döbritschen und Oettern (Weimarer Land) sowie Karlsdorf und Kleinbockedra (Saale-Holzland-Kreis).

Wie in den Gemeinden und bei den Bürgermeisterwahlen spielen freie Wähler auch in den Kreisen und kreisfreien Städten eine nicht unerhebliche Rolle. Sie stellen bei den 23 Kreistags- und Stadtratswahlen insgesamt 265 Kandidaten, etwa halb so viele wie die Grünen.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass viele Thüringer die Briefwahl nutzen. Bei der Europawahl gibt es laut Landeswahlleiter Günter Krombholz so viele Briefwähler wie seit 25 Jahren nicht. Bisher hätten 161 000 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen angefordert. Das seien rund 50 000 mehr als bei der Europawahl 2014 und der höchste Wert seit 1994 im Freistaat. Zehn Tage vor dem Wahltermin hätten damit 9,2 Prozent der Wahlberechtigten diesen Weg der Stimmabgabe genutzt. Vor fünf Jahren habe der Anteil der Briefwähler zu diesem Zeitpunkt bei 6,9 Prozent gelegen.

Einen überdurchschnittlich hohen Anteil mit 14,1 beziehungsweise 12,4 Prozent Briefwählern gebe es in Jena und im Ilm-Kreis, vergleichsweise niedrig sei der Anteil mit 6,0 beziehungsweise 4,4 Prozent in den Kreisen Hildburghausen und Sömmerda.

Krombholz riet dazu, Briefwahlunterlagen möglichst bald zu bestellen, damit die Stimmen bis zum Wahltag, 18.00 Uhr, an den jeweils angegebenen Stellen seien. Sie könnten auch bei den Gemeindeverwaltungen abgeholt und dort ausgefüllt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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