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Weißstorch verteidigt Revier im Dorf bei Riesa

Riesa  

Weißstorch verteidigt Revier im Dorf bei Riesa

17.05.2019, 15:55 Uhr | dpa

Weißstorch verteidigt Revier im Dorf bei Riesa. Respektloser Weißstorch

Der Weißstorch in Jahnishausen. Foto: Sebastian Willnow (Quelle: dpa)

Seit Tagen macht ein aufgeregter Weißstorch im Riesaer Ortsteil Jahnishausen (Landkreis Meißen) Schlagzeilen. "Er spaziert mutig und frech durchs Dorf, ist überhaupt nicht scheu", sagte eine Bewohnerin am Freitag. Bei einem Nachbarn habe er wiederholt mit dem Schnabel an ein Fenster geklopft. Tatsächlich stolziert das Tier mit schwarz-weißem Gefieder geradewegs durch die Ortsmitte, diesmal in die Siedlung mit modernen Eigenheimen. Der Vogel umschreitet eines der Häuser, hockt sich aufs Dach, um sich wenig später in der bis zum Boden reichenden Terrassentür zu spiegeln - friedlich.

"Die Leute nehmen es relativ gelassen", sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung am Freitag auf Anfrage. Es gebe bisher keine Beschwerden bei den Behörden. "Wir wissen das auch nur aus der Zeitung." Der Storchenhorst mit brütender Partnerin steht mitten in der 200 Seelen-Gemeinde unweit der Schlosskirche.

Storchenexperte Michael Kaatz erklärt das Verhalten des Tieres mit Revierverteidigung. "Der Storch hält sein Spiegelbild für einen potenziellen Konkurrenten, den er vertreiben muss und will." Solche Fälle, die für Verwunderung sorgen, gebe es immer wieder, sagte der Geschäftsführer der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg (Sachsen-Anhalt). "Das kann relativ schnell nachlassen, wenn er Futter für den Nachwuchs heranschaffen muss." Zu bundesweiter Berühmtheit hatte es mit ähnlichem Verhalten auch der auf den Namen Ronny getaufte Storch im brandenburgischen Glambeck gebracht.

Hauseigentümern und Autobesitzern rät Kaatz zur Verblendung mit Pappen, Zeitung oder einem Tuch. Großen Schaden kann der Vogel zumindest an Fensterscheiben nicht anrichten. "In der Regel holt er sich dort eher einen blutigen Schnabel." Im Autolack seien Kratzer möglich. Den Jahnishausenern bleibt laut Kaatz nur die Hoffnung, dass seine Jungen bald schlüpfen - und Adebar dann anderweitig beschäftigt ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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