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Werft will "Gorch Fock" als Pfand: Insolvenz droht

Bremerhaven  

Werft will "Gorch Fock" als Pfand: Insolvenz droht

18.05.2019, 13:07 Uhr | dpa

Werft will "Gorch Fock" als Pfand: Insolvenz droht. Gorch Fock

Ein Blick auf das in Reparatur befindende Segelschulschiff der Deutschen Marine "Gorch Fock". Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv (Quelle: dpa)

Im Streit um offene Rechnungen bei der Sanierung des Segelschulschiffes "Gorch Fock" will eine Bremerhavener Werft das Schiff als Pfand benutzen, um einer drohenden Insolvenz zu entgehen. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe schreibt, fordert die Bredo-Werft insgesamt 4,3 Millionen Euro. Das Schiff liegt im Bremerhavener Dock, wo es im Auftrag der inzwischen insolventen Elsflether Werft repariert wird. Sollte der Bund nicht zahlen, will die Werft das für den 21. Juni geplante Ausdocken des Schiffes verhindern. Wegen der Insolvenz der Elsflether Werft blieb die Bredo-Werft bislang auf ihren Rechnungen sitzen. Das Unternehmen stehe wegen der nicht bezahlten Rechnungen vor der Insolvenz, sagte am Samstag ein Sprecher des Bremer Wirtschaftssenators Martin Günthner (SPD).

Die Bredo-Werft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch Günthner fordert den Bund auf, aus Verantwortung für die Werft 3 Millionen Euro ohne Auflagen auszuzahlen. In der vergangenen Woche sei eine Insolvenz der Bredo-Werft nur durch ein Nachschießen der Gesellschafter verhindert worden, sagte sein Sprecher. Bei der Werft direkt seien 500 Arbeitsplätze in Gefahr, bei Zulieferern und Subunternehmern rund 1000 Arbeitsplätze.

Der Sprecher des Bremer Wirtschaftssenators kritisierte, das Bundesverteidigungsministerium habe die Aufforderung, sich finanziell zu beteiligen, mit dem Argument zurückgewiesen, nicht für "lokale Standortpolitik" zuständig zu sein. "Das hat uns quasi die Schuhe ausgezogen", sagte er: "Der Senator hat das als "maximal arrogant" bezeichnet."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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