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Minderheiten blicken gespannt auf Europawahl

Flensburg  

Minderheiten blicken gespannt auf Europawahl

19.05.2019, 11:28 Uhr | dpa

Minderheitenvertreter blicken mit Interesse auf die Wahlen zum neuen EU-Parlament am kommenden Sonntag. "Wir schenken diesen Wahlen besondere Aufmerksamkeit", sagte der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), Loránt Vincze, der Deutschen Presse-Agentur in Flensburg. "Wir sind der Überzeugung, dass sich Europa gerade verändert und wir, die Minderheiten, wollen an diesen Veränderungen teilhaben."

Mit mehr als 100 Mitgliedsorganisationen in 35 europäischen Ländern ist die FUEN eigenen Angaben zufolge der größte Dachverband der nationalen Minderheiten/Volksgruppen in Europa.

Die FUEN fordert eine gemeinsame Minderheitenpolitik. Die Minderheitengemeinschaften würden derzeit noch sehr unterschiedlich behandelt, sagte Vincze. "In einigen Staaten wird ihnen eine umfassende Autonomie geboten, während sie in anderen Staaten nicht einmal als Minderheit anerkannt werden. In diesem Bereich darf es keine Doppelmoral geben."

Und: "Wir wollen nicht nur in einigen privilegierten Teilen Europas, sondern in allen Mitgliedstaaten gleich behandelt werden." Vincze lobte die deutsch-dänische Grenzregion als ein europäisches Modell für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinschaften und den beiden Staaten. Die Dänen in Deutschland und die Deutschen in Dänemark seien Brückenbauer. "Ich glaube, sie werden auch in Zukunft dazu beitragen, in zahlreichen Themen, einschließlich der Grenzkontrolle, gemeinsam die besten Lösungen zu finden."

Unterstützung erhalten die Minderheiten unter anderem von den Grünen in Schleswig-Holstein. "Wir wollen die EU zur Minderheiten- und Menschenrechtsunion machen", sagte der Spitzenkandidat der Nord-Grünen, Rasmus Andresen. In der EU sei jeder siebte Mensch Teil einer nationalen Minderheit. "Sie zu schützen, muss Aufgabe der Europäischen Union sein." Die Grünen fordern ebenso wie die FUEN, das Thema Minderheiten bei einem EU-Kommissar anzusiedeln.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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