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"Große Leere": Union nun in Relegation gegen VfB um Aufstieg

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"Große Leere": Union nun in Relegation gegen VfB um Aufstieg

19.05.2019, 17:31 Uhr | dpa

"Große Leere": Union nun in Relegation gegen VfB um Aufstieg. Berlins Rafal Gikiewicz (M.) wird von Zuschauern getröstet

Berlins Torwart Rafal Gikiewicz (M.) wird nach dem Spiel von Zuschauern getröstet. Foto: Bernd Thissen (Quelle: dpa)

Fassungslos standen die Profis des 1. FC Union Berlin vor der Gästekurve. Um ein Tor verpassten die Köpenicker beim 2:2 beim VfL Bochum in einem Herzschlagfinale die große Chance auf den direkten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Von seinen Fans erhielt das Team von Trainer Urs Fischer aber direkt am Sonntagnachmittag ordentlich Aufmunterung für die Relegationsduelle mit dem VfB Stuttgart. Am kommenden Donnerstag beim Erstliga-16. und am 27. Mai im Stadion An der Alten Försterei geht es nun für Union um den erstmaligen Sprung ins deutsche Oberhaus.

"Es ist sehr schwierig, die richtigen Worte zu finden. Auch bei mir ist eine große Leere", sagte Coach Fischer ernüchtert. "Aber es muss weitergehen. Bis Donnerstag müssen wir wieder bereit sein, für die beiden Spiele."

Vor 24 500 Zuschauern im gut besetzten Ruhrstadion zerstörten Anthony Losilla (24. Minute) und Silvère Ganvoula per Foulelfmeter (49.) den Berliner Traum vom zweiten Platz in der Abschlusstabelle. Grischa Prömel, der den Strafstoß mit einem überflüssigen Foul eingeleitet hatte, sorgte für den Anschluss (83.). Drei Minuten später ließ Joshua Mees die Gäste-Fans noch mehr hoffen - vergebens. "Das ist echt bitter am Ende, aber wir müssen es akzeptieren", sagte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, bei Sky.

Das war umso ärgerlicher, weil der direkte Konkurrent und in der Abschlusstabelle punktgleiche SC Paderborn im Parallelspiel mit 1:3 bei der SG Dynamo Dresden unterlag. Bochums Torschütze Ganvoula sah in der 72. Minute die Gelb-Rote Karte.

Union-Trainer Urs Fischer nahm nur eine Änderung nach dem 3:0 gegen den 1. FC Magdeburg vor. Für Mees rückte Felix Kroos aufgrund der größeren Erfahrung in die Startelf. Vorn sollte die Doppelspitze mit Sebastian Polter und Sebastian Andersson für die nötigen Tore sorgen. "Ich glaube schon, dass die Zwei gut funktioniert und harmoniert haben. Wir müssen das Spiel gewinnen", sagte Fischer bei Sky vor dem Anpfiff.

Die Bochumer, die die mäßige Saison gern mit einem Heimsieg abschließen wollten, beklagten gleich zehn Ausfälle. Da sich auch noch Sidney Sam, der wie sieben weitere VfL-Profis vor der Partie verabschiedet wurde, beim Warmmachen verletzte, rutschte Danilo Soares kurzfristig ins Team.

Angesichts des knappen Ein-Punkte-Rückstands auf Paderborn war die Hoffnung der rund 6000 mitgereisten Berliner Fans groß, dass es nach zehnjähriger Zweitliga-Zugehörigkeit mit dem direkten Erstliga-Aufstieg klappen könnte. "In solchen Spielen brauchst du den zwölften Mann", lobte Fischer Anhänger, die fast unentwegt ihr Team anfeuerten. Auch beim Public Viewing am Stadion An der Alten Försterei in Berlin fieberten mehrere Tausend Köpenicker Fans bei bestem Fußball-Wetter mit.

Selbst die Paderborner Führung schon nach zehn Minuten im Parallelspiel in Dresden erwies sich nicht als Stimmungskiller, zumal Dynamo schnell ausglich und später sogar in Führung ging.

Die Eisernen gingen im Ruhrstadion bei einsetzendem Starkregen engagiert zu Werke, um ihre Hausaufgaben zu machen. Allerdings sprangen auf beiden Seiten zunächst keine großen Chancen heraus - bis zur 24. Minute: Nach einem Zuspiel von Soares nutzte Losilla die erste Lücke in der Union-Defensive und vollendete zum 1:0. Die beste Ausgleichschance hatte Andersson, der aber per Kopf am gut reagierenden Torwart Manuel Riemann scheitere (35.). Darüber hinaus fehlte es den kämpferisch überzeugenden Union-Profis an spielerischen Mitteln und im letzten Drittel an der notwendigen Konsequenz.

Die zweite Hälfte begann für die Gäste traumatisch. Als Prömel VfL-Angreifer Lukas Hinterseer im Strafraum festhielt, erkannte Schiedsrichter ohne zu Zögern auf Strafstoß. Eine Chance, die sich Ganvoula vom Punkt nicht entgehen ließ. Mit dem 2:0 für Bochum schien die Partie entschieden. Doch in einer packenden Schlussphase kam Union binnen drei Minuten zum Ausgleich - und drückte auf das Tor zum Aufstieg. In der sechsten Minute der Nachspielzeit scheiterte der eingewechselte Suleiman Abdullahi an VfL-Keeper Manuel Riemann.

"Ich erwarte zwei hart umkämpfte Spiele gegen einen starken Gegner", sagte Stuttgarts Sportvorstand Thomas Hitzlsperger vor der Relegation. "Union Berlin hat eine sehr gute Saison in der zweiten Liga gespielt und mit sehr kompakten und disziplinierten Leistungen überzeugt."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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