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Niederländisches Königspaar in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin  

Niederländisches Königspaar in Mecklenburg-Vorpommern

20.05.2019, 02:29 Uhr | dpa

Niederländisches Königspaar in Mecklenburg-Vorpommern. Niederländisches Königspaar in Schwerin

Manuela Schwesig (SPD, l.) und ihr Ehemann Stefan (r.) begrüßen König Willem-Alexander (2.v.l) und seine Frau Máxima. Foto: Jens Büttner (Quelle: dpa)

Strahlend blauer Himmel, ein fröhliches "Wie geht's?" von Willem-Alexander zur Begrüßung auf dem roten Teppich und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in einem orangefarbenen Seidenkleid - der Auftakt des dreitägigen Besuchs des niederländischen Königspaars in Deutschland verlief am Montag in Schwerin nach Maß.

Rund 250 Schweriner jubelten Willem-Alexander und seiner Frau Máxima zu, als das royale Paar vor der Staatskanzlei aus der Limousine stieg und von Manuela Schwesig und ihrem Mann Stefan in Empfang genommen wurde. "Willkommen Majestät", sagte Schwesig zu Willem-Alexander. Darauf der König: "Danke. Super, hier zu sein." Darauf Schwesig: "Ihr Besuch ist eine große Ehre für uns."

Nach dem Eintrag ins Gästebuch der Landesregierung fuhr das Königspaar zum nahe gelegenen Schloss, wo Schwesig ein Mittagessen gab. Serviert wurden regionale Köstlichkeiten, wie Tatar vom Ostseelachs, Lamm vom Schaalsee und frische Erdbeeren aus der Lewitz.

In ihrer Tischrede dankte Schwesig dem niederländischen König, dass er im 30. Jahr nach dem Mauerfall ostdeutsche Bundesländer für seinen dreitägigen Besuch ausgewählt habe. Die Menschen dort seien sich bewusst, dass nur ein Europa des Zusammenhalts und der Partnerschaft den Weg zur deutschen Einheit habe ebnen können, sagte sie.

Willem-Alexander würdigte in seiner Tischrede den erfolgreichen Werdegang des Landes. "Es nötigt uns Respekt ab, welche Entwicklung dieses Bundesland seit der Wende vor 30 Jahren durchlaufen hat. (...) Gemeinsam haben Sie seither Großes geleistet", sagte er. Dabei sei ihm bewusst, dass dies nicht immer einfach gewesen sei. "Alte Gewissheiten waren weggebrochen. Es musste etwas Neues aufgebaut werden."

Auch am Schloss hatten sich Schaulustige versammelt, um einen Blick auf das königliche Paar zu erhaschen. Mit dabei die fünfjährige Frieda, die von ihrer Mutter extra eher aus der Kita abgeholt worden war, um zum ersten Mal einen richtigen König zu sehen. "Der trägt gar keine Krone", stellte sie den Unterschied zu den Herrschern aus ihren Märchenbüchern fest. Nach der Eintragung ins Gästebuch des Landtags und einer Besichtigung der Ahnengalerie im Schloss - Willem-Alexanders Urgroßvater Heinrich zu Mecklenburg stammt aus Schwerin - reiste der Besuch nach Rostock weiter.

Rund 300 Rostocker begrüßten das Königspaar beim Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Anlass für den Besuch war das deutsch-niederländische Kolloquium "Nordsee trifft Ostsee" mit rund 50 Wissenschaftlern aus beiden Ländern. Bei der Konferenz ging es unter anderem um die Folgen des Klimawandels wie den erwarteten Anstieg des Meeresspiegels und den Küstenschutz. Im Beisein des Königspaars und der Schwesigs wurde ein Absichtspapier für die künftige Zusammenarbeit beim Küstenschutz unterzeichnet.

IOW-Chef Ulrich Bathmann erklärte den Gästen die Belastungen, denen die Ostsee ausgesetzt ist. Dabei handele es sich weiter um Phosphor oder Stickstoff, der durch Düngung der Felder ins Meer gelangt. Es gebe zusätzliche Probleme durch Pestizide, Medikamente oder auch Rückstände von Sonnenöl. Josef Stüfer vom holländischen Forschungsinstitut NWO hob die zentrale Bedeutung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft hervor, wenn es um den Schutz der Meere geht.

Am Strand von Warnemünde präsentierten dem Königspaar sechs Schüler aus Rostock und Hamburg die Ergebnisse ihre Abfallsuche auf einer Strandfläche von 800 Quadratmetern. Willem-Alexander und Máxima zeigten sich beeindruckt von der gefundenen Menge. Knapp 1000 Fundstücke wurden ihnen präsentiert, davon alleine mehr als 500 Plastikteile und 220 Zigarettenkippen, die allesamt nicht verrotten. Es sei wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen, sagte der König. Bei einem Trade-Dinner (Handelsessen) am Abend sollten Wirtschaftskontakte vertieft werden.

Es sei ein Arbeitsbesuch, hatten das Informationsamt der niederländischen Regierung und die Schweriner Staatskanzlei vor dem dreitägigen Besuch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg betont. Die Niederlande sind zweitgrößter Handelspartner Mecklenburg-Vorpommerns nach Polen. Das niederländische Königspaar besucht nach Angaben des Informationsamts jedes Jahr ein oder mehrere deutsche Bundesländer. Zuletzt war es am 6. März in Bremen gewesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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