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Aktionswoche sensibilisiert Unternehmen für Suchtprobleme

Magdeburg  

Aktionswoche sensibilisiert Unternehmen für Suchtprobleme

20.05.2019, 13:09 Uhr | dpa

Aktionswoche sensibilisiert Unternehmen für Suchtprobleme. Ein Mann nimmt einen Flachmann aus einer Schublade

Ein Mann nimmt einen Flachmann aus einer Schublade. Foto: Marijan Murat (Quelle: dpa)

Hinsehen, ansprechen und helfen: Mit einer Aktionswoche Alkohol sollen Unternehmen in Sachsen-Anhalt für das Thema Sucht bei ihren Mitarbeitenden sensibilisiert werden. Rund 50 Informationsveranstaltungen, Gesundheitstage und andere Aktionen seien in den kommenden Tagen geplant, sagte die Leiterin der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt, Helga Meeßen-Hühne, am Montag in Magdeburg. Prävention rechne sich nicht nur für die Betriebe, weil die Ausfallzeiten sinken, sondern auch für die Volkswirtschaft und die Beschäftigten selbst.

Die Drogen- und Suchtberatungsstellen seien offen für die Zusammenarbeit mit Betrieben. Erhebungen der Beratungsstellen im Land zeigten, dass rund 30 Prozent der insgesamt 2900 betreuten Menschen mit eigenem Suchtproblem in einem festen Arbeitsverhältnis standen. Weitere vier Prozent oder 326 seien Auszubildende gewesen. Die Zahlen stammten aus der jüngsten vorliegenden Erhebung von 2016. In dem Jahr seien aber nur drei Prozent aller Klienten auf Vermittlung des Unternehmens zur Suchtberatungsstelle gekommen. "Da ist gewaltig Luft nach oben", sagte Meeßen-Hühne.

Die Suchtexpertin betonte: "Oft werden Betroffene über Jahre hinweg gedeckt." Angesichts immer knapper werdender Fachkräfte kümmerten sich die Unternehmen aber auch stärker um das Thema Sucht, um gute Mitarbeiter zu halten. Wichtig sei jedoch, dass sich die Betroffenen helfen ließen.

Die Landesstelle für Suchtfragen wies auf erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement etwa in der enviaM-Gruppe hin. In dem Unternehmen mit rund 3000 Mitarbeitern seien ehrenamtliche Präventionshelfer ausgebildet worden. Sie seien Ansprechpartner im Betrieb und vermittelten professionelle Hilfe. Wichtig ist aus Sicht der Landesstelle auch, dass Führungskräfte zum Thema Sucht geschult sind.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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