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Albrecht begrüßt Pläne des Bundes für Wolfsabschüsse

Kiel  

Albrecht begrüßt Pläne des Bundes für Wolfsabschüsse

20.05.2019, 17:54 Uhr | dpa

Albrecht begrüßt Pläne des Bundes für Wolfsabschüsse. Zwei Wölfe

Wölfe in einem Gehege eines Wildparks. Foto: Patrick Pleul/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) hat die geplanten Regelungen des Bundes für Wolfsabschüsse grundsätzlich begrüßt. "Es ist gut, dass die Bundesregierung sich beim Umgang mit dem Wolf nicht länger hinter den Ländern versteckt", sagte Albrecht am Montag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. "Diese könnten künftig Abschussgenehmigungen unmittelbarer aus dem Bundesrecht herleiten, statt dieses im Lichte der EU-Richtlinie auszulegen." Zugleich forderte Albrecht vom Bund dringend zusätzliche Haushaltsmittel, um von Wolfsrissen betroffene landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen. Albrecht betonte, "dass der Schutzstatus des Wolfs nicht zur Debatte steht und Deutschland seinen Pflichten aus dem EU-Recht beim Artenschutz nachkommt".

Wenn Wölfe Schafe oder andere Nutztiere reißen, soll es künftig einfacher werden, ihr Rudel durch Abschuss zu verkleinern. Das Bundesumweltministerium hat einen entsprechenden Referentenentwurf zur Stellungnahme an Fachverbände geschickt. Dieser lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor. Demnach soll der Abschuss einzelner Wölfe eines Rudels auch dann erlaubt werden können, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zugebissen hat - und zwar "bis zum Ausbleiben von Schäden". Voraussetzung ist aber, dass Wölfe lokal schon Nutztiere gerissen haben und dann schnell gehandelt wird. Prävention ohne Schaden ist damit nicht erlaubt.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten lange gestritten, ob und wie der Abschuss erleichtert werden soll. Zuletzt hatte das Kanzleramt vermittelt.

Der Abschuss von Wölfen soll künftig erlaubt werden können, wenn sie "ernsten" landwirtschaftlichen Schaden anrichten. Bisher ist im Naturschutzgesetz von "erheblichen" Schäden die Rede, was "existenzbedrohend" meint. Diese Änderung soll auch Hobbyschäfern ermöglichen, eine Entschädigungen zu erhalten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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