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Prozess um versuchte Gefangenenbefreiung bei Musikfestival

Darmstadt  

Prozess um versuchte Gefangenenbefreiung bei Musikfestival

21.05.2019, 01:57 Uhr | dpa

Prozess um versuchte Gefangenenbefreiung bei Musikfestival. Statue Justizia

Die Statue Justizia ist im Amtsgericht zu sehen. Foto: Peter Steffen/Archivbild (Quelle: dpa)

Knapp ein Jahr nach Krawallen am Rande des Darmstädter Schlossgrabenfests beginnt heute der Prozess gegen einen damaligen hessischen Polizeianwärter. Der 22-Jährige aus Südhessen soll versucht haben, Bekannte aus einem Polizeikessel zu befreien. Er hatte nach der Anklage zufolge zuvor privat das Musikfestival besucht.

Am Rande des Schlossgrabenfests Anfang Juni 2018 war es nachts zu Ausschreitungen gekommen. Nach Darstellung der Polizei wurden Beamte von einer Menge angegriffen und unter anderem mit Flaschen und Steinen beworfen. Weil die Situation zwischenzeitlich unübersichtlich war, kesselte die Polizei nach Angaben der Staatsanwaltschaft rund 50 Personen ein. Darunter sei eine Bekannte des damaligen Polizeianwärters gewesen.

Der junge Mann soll sich daraufhin in den Kessel begeben und versucht haben, mit seinem Dienstausweis und einem Codewort für den Einsatz mehrere der Eingekesselten zu befreien. Dabei habe er unter anderem gesagt: "Ich bin Kollege, ich muss hier durch." Stattdessen nahmen ihn die eigenen Kollegen fest, sie fanden ein Klappmesser und ein Tierabwehrspray bei ihm. An der Randale zuvor soll der 22-Jährige aber nicht beteiligt gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchte Gefangenenbefreiung und Amtsanmaßung vor. Der Fall hatte in Hessen für einige Schlagzeilen gesorgt. Bei den Ausschreitungen wurde gut ein Dutzend Polizisten verletzt, die Beamten nahmen mehr als 110 Menschen vorläufig fest.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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