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Niederländisches Königspaar: Bauernhof bis Bundeswehr

Nauen  

Niederländisches Königspaar: Bauernhof bis Bundeswehr

21.05.2019, 05:34 Uhr | dpa

Niederländisches Königspaar: Bauernhof bis Bundeswehr. Niederländisches Königspaar mit Dietmar Woidke

Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Maxima gehen mit Dietmar Woidke (SPD, M) an einer Landmaschine vorbei. Foto: Bernd Settnik (Quelle: dpa)

Das niederländische Königspaar hat sich zum Auftakt seines Besuches in Brandenburg die Sorgen deutscher Landwirte angehört und sich über die Nato-Mission in Afghanistan informiert. König Willem-Alexander und Königin Máxima waren am Dienstag in einem Bauernhof in Nauen bei Berlin zu Gast und sprachen dort über Einkommen dre Landwirte, Probleme bei der Hofnachfolge und die EU-Agrarpolitik. Sie diskutierten mit Junglandwirten aus Deutschland und den Niederlanden. Willem-Alexander sprach dabei Deutsch. "Danke vielmals", sagte er zum Schluss. Máxima informierte sich über die Finanzsituation der Branche und erwähnte dabei, dass das Einkommen der Landwirte gering sei.

Das Königspaar wurde auf dem Hof von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßt. Willem-Alexander trug bei dem Besuch einen dunkelblauen Anzug, Máxima ein Kostüm aus schwarzer Jacke mit schwarzem Top und einem grau-schwarzen Rock sowie einen hellen Hut. Die Stimmung war gelöst. Die Tochter des Farm-Chefs, Stefanie Peters, sagte nach einer Gesprächsrunde mit Máxima: "Ich habe viel gelernt, es war ein super Austausch." Unter den Besuchern auf dem Hof war auch der niederländische Landwirt Jan Derk Koning, der ganz in der Nähe einen Agrarbetrieb mit Ackerbau und Viehhaltung führt. "Es ist für uns eine große Freude, dem Königspaar so nah zu sein", sagte er.

Danach traf das niederländische Königspaar Bundeswehr-Soldaten in der Henning-von Tresckow-Kaserne in Schwielowsee. Begrüßt wurden Willem-Alexander und Máxima beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihrer niederländischen Amtskollegin Ank Bijleveld. Das Einsatzführungskommando koordiniert die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Eine geplante Videokonferenz mit deutschen und niederländischen Soldaten im Feldlager Masar-i-Scharif in Afghanistan scheiterte aber, weil die Leitung mehrfach abbrach. Dafür unterrichtete der Befehlshaber, Generalleutnant Erich Pfeffer, das Königspaar über die Nato Mission "Resolute Support".

Im Gespräch mit Oberstleutnant Martin Kasten informierte sich Königin Máxima über das Betreuungsprogramm der Bundeswehr für die Familien von Soldaten im Auslandseinsatz. Derzeit seien insgesamt 3700 deutsche Soldaten im Ausland im Einsatz, sagte Kasten. Die Familien werden von insgesamt 600 Mitarbeitern unterstützt, dazu gehören regelmäßige Informationen über die Einsätze der Soldaten und soziale sowie psychologische Betreuung.

Zuvor war das Königspaar zu Besuch in Mecklenburg-Vorpommern. Willem-Alexander und Máxima schauten sich die MV-Werft in Rostock-Warnemünde an. Rund 500 Werftarbeiter standen Spalier und applaudierten freundlich, als die Gäste die riesige Dockhalle betraten. Sie erhielten Einblicke in die Fertigung von Kreuzfahrtschiffen der "Global-Class", die für den chinesischen Markt gedacht sind und bis zu 11 000 Menschen an Bord nehmen können.

In Bollewick an der Mecklenburgischen Seenplatte informierte sich das Königspaar mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) über die medizinische Versorgung via Internet. Mehr als 100 Menschen begrüßte das Königspaar winkend und freundlich. Die Regierungschefin zog ein positives Fazit des zweitägigen Besuchs. "Wir haben uns über Schiffbau, Küstenschutz und ländliche Räume ausgetauscht", erläuterte Schwesig. Das vertiefe die Beziehungen zu den Niederlanden, die nach Polen Mecklenburg-Vorpommerns wichtigster Wirtschaftspartner seien.

Die dreitägige Reise, die formell ein Arbeitsbesuch ist, endet an diesem Mittwoch in Potsdam. Bei einem Besuch in der Staatskanzlei wird das Königspaar dann ganz offiziell von Regierungschef Woidke mit Frau begrüßt. Dort und am Schloss Sanssouci ist eine Begegnung des Königs und der Königin mit Bürgern geplant. Weit mehr als 100 Bürger hatten sich für den Termin in der Staatskanzlei beworben.

Zwischen Preußen und Holland gibt es enge historische Bande: Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) heiratete die in Den Haag geborene Prinzessin Louise Henriette von Nassau-Oranien (1627-1667). Ihr ist die Umgestaltung der Domäne Bötzow mit Jagdschloss und Park zu verdanken. Mit dem heutigen Namen Oranienburg wird an Louise Henriette erinnert. In Potsdam ist das Holländische Viertel mit den typischen Backsteinhäusern ein Touristenmagnet. Es wurde zwischen 1734 und 1742 für holländische Handwerker erbaut, die König Friedrich Wilhelm I. nach Potsdam geholt hatte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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