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Rot-Rot will weniger Plastikmüll

Potsdam  

Rot-Rot will weniger Plastikmüll

21.05.2019, 12:56 Uhr | dpa

Rot-Rot will weniger Plastikmüll. Mike Bischoff (SPD)

Mike Bischoff, Fraktionsvorsitzender der SPD im Brandenburger Landtag, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv (Quelle: dpa)

Die rot-roten Koalitionsfraktionen im Brandenburger Landtag wollen sich für die Verringerung von Plastikmüll einsetzen. In einem gemeinsamen Antrag fordern die beiden Fraktionen die Landesregierung auf, sich insbesondere auf Bundesebene für zahlreiche Maßnahmen einzusetzen, etwa die Förderung von Mehrwegverpackungen und eine Kennzeichnung und perspektivisch ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika. Im eigenen Land soll die Landesregierung die Kommunen beim Aufbau von Mehrwegsystemen bei öffentlichen Veranstaltungen unterstützen und gemeinsam mit anderen Bundesländern eine Pfandpflicht für Getränkebecher und Essensverpackungen prüfen.

Bei dem umstrittenen Einsatz von Plastikfolien im Brandenburger Spargelanbau fordert der Antrag aber lediglich, dass gemeinsam mit den Landwirten darauf hingewirkt werden solle, negative Umweltfolgen durch Wiederverwendung zu minimieren. Ein Verbot des von den Grünen und von Umweltverbänden heftig kritisierten Folienanbaus sei nicht gewollt, betonte SPD-Fraktionschef Mike Bischoff am Dienstag bei der Vorstellung des Antrags. "Der Einsatz von Folien ist notwendig und sachgemäß." Die Folien würden drei bis sieben Jahre lang wiederverwendet. "Die Alternative wäre, dass mehr Spargel aus weit entfernten Ländern importiert würde", mahnte Bischoff.

Dem widersprach Grünen-Fraktionschef Axel Vogel. "Das Argument ist irreführend: Wir verlangen ja nicht, dass der Spargelanbau zu 100 Prozent folienfrei wird", sagte er. "Aber wenn inzwischen 90 Prozent des Spargels unter Folien angebaut wird, dann ist das eine Fehlentwicklung." Schließlich sei der Spargel früher auch ohne Folie gewachsen. Zu Beginn der Saison mit oft noch kühlen Temperaturen sei auf Teilflächen der Anbau unter Folie durchaus in Ordnung, meinte Vogel.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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