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Tarifverhandlungen für Banken stocken

Wiesbaden  

Tarifverhandlungen für Banken stocken

21.05.2019, 15:11 Uhr | dpa

Tarifverhandlungen für Banken stocken. Tarifverhandlungen

Ein Schild "Tarifverhandlungen" hängt an einem Konferenzraum in einem Hotel. Foto: Jan Woitas/Archiv (Quelle: dpa)

Verhärtete Fronten: Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für 200 000 Beschäftigte bei privaten und öffentlichen Banken in Deutschland sind ins Stocken geraten. Die Arbeitgeber erklärten am Dienstag, die Verhandlungen seien "ergebnislos abgebrochen" worden - 13 Stunden nach Beginn der vierten Verhandlungsrunde in Wiesbaden. Ein weiterer Termin für die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi wurde nach Angaben beider Seiten bislang nicht vereinbart.

Verdi drohte mit neuen Warnstreiks. "Wir sprechen von einer Eskalation des Tarifkonflikts", warnte Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter Banken bei Verdi. Im April und Mai waren auch in Berlin und Brandenburg Bankangestellte in den Warnstreik getreten. Verdi hatte in beiden Ländern rund 8000 Beschäftigte aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

"Wir haben uns beim Gehalt deutlich bewegt und Verdi die Hand gereicht für eine umfassende Modernisierung unserer Tarifverträge", erklärte Deutsche-Bank-Personalchef Karl von Rohr als Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber. Verdi lege eine Blockadehaltung an den Tag.

Verdi ist mit der Forderung von sechs Prozent Lohnplus in die Gespräche gegangen. Zudem will die Gewerkschaft sechs bezahlte "Gesundheits- und Entlastungstage" pro Jahr sowie einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen. Die Gewerkschaft strebt einen Tarifvertrag mit zwölf Monaten Laufzeit an.

Die Arbeitgeber hatten den Forderungskatalog schon frühzeitig als wenig realistisch zurückgewiesen. Die Branche habe wegen niedriger Zinsen und teurer Regulierung wenig Spielraum. Zudem müssten Investitionen in die Digitalisierung gestemmt werden.

In der vierten Runde boten die Arbeitgeber nach eigenen Angaben für einen 36 Monate laufenden Tarifvertrag Gehaltssteigerungen in drei Stufen um insgesamt 4,1 Prozent an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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