Sie sind hier: Home > Regional >

BUND: Pläne für erleichterten Wolfsabschuss gehen zu weit

Potsdam  

BUND: Pläne für erleichterten Wolfsabschuss gehen zu weit

21.05.2019, 15:24 Uhr | dpa

BUND: Pläne für erleichterten Wolfsabschuss gehen zu weit. Wolf

Ein Wolf steht in einem Freigehege eines Tierparkes zwischen Bäumen in der Sonne. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Brandenburg lehnt Pläne des Bundes für einen erleichterten Abschuss nach Wolfsrissen ab. "Die Änderungsvorschläge gehen zu weit und sind mit dem Schutzstatus des Wolfes nicht vereinbar", sagte Sprecher Axel Kruschat. Eine solche Regelung sei nicht zielführend. Sie schade nur dem Naturschutz und helfe auch den Weidetierhaltern nicht.

Kruschat nannte als Beispiel einen durch mehrere Bundesländer ziehenden Wolf, der Schaden anrichte, aber nicht erwischt werde. Stattdessen werde wahllos auf ein Rudel geschossen. Damit könnte die Population beeinträchtigt werden, kritisierte er.

Dagegen hatte das Brandenburger Umweltministerium die Pläne des Bundes als "einen Schritt in die richtige Richtung" begrüßt. Alles, was zum besseren Umgang mit dem Wolf beitrage, sei willkommen, hieß es am Montag. Derzeit wird nach Angaben des Ministeriums allerdings noch geprüft, ob der Vorschlag alle Probleme löse.

Der Kompromiss zum Umgang mit Wölfen in Deutschland soll bereits an diesem Mittwoch die Bundesminister im Kabinett beschäftigen. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass künftig nach Wolfsrissen auch dann Wölfe geschossen werden dürfen, wenn nicht klar ist, welches Tier genau zugebissen hat, und zwar so lange, bis es keine weiteren Risse gibt. Das kann auch bedeuten, dass ein ganzes Rudel geschossen wird, wie es in den Erläuterungen heißt. Allerdings muss jeder Abschuss zuvor von den Landesbehörden genehmigt werden.

Der Wolf ist in der EU streng geschützt. Die Brandenburgische Wolfsverordnung lässt Ausnahmen zum Vertreiben oder zur Tötung zu, etwa bei Gefahren für die menschliche Gesundheit, bei Rissen von Weidetieren und beim Auffinden schwer verletzter Wölfe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal