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Frau mit Messer lebensgefährlich verletzt: Bewährungsstrafe

Hamburg  

Frau mit Messer lebensgefährlich verletzt: Bewährungsstrafe

21.05.2019, 17:46 Uhr | dpa

Nach einem beinahe tödlichen Messerangriff auf seine Lebensgefährtin ist ein 27-Jähriger in Hamburg zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. In einem Prozess vor dem Landgericht habe die Staatsanwaltschaft am Dienstag ihre Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Hamburg zurückgenommen, sagte ein Gerichtssprecher. Damit sei das erstinstanzliche Urteil rechtskräftig. Der Angeklagte war am 10. Oktober vergangenen Jahres wegen Körperverletzung in zwei Fällen schuldig gesprochen worden.

Laut Urteil des Amtsgerichts hatte er seiner Freundin bei einem Streit an Heiligabend 2017 so heftige Faustschläge ins Gesicht versetzt, dass sie blutende Platzwunden erlitt und im Krankenhaus behandelt werden musste. Drei Monate später, in der Nacht zum 22. April 2018, hatte er der Frau auf einer Straße in St. Pauli mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen. Die damals 26-Jährige war lebensgefährlich verletzt zusammengebrochen. Der Täter flüchtete, während Passanten die Rettungskräfte riefen. Der Angeklagte hatte sich noch am selben Tag der Polizei gestellt und saß anschließend zwei Wochen in Untersuchungshaft.

Das Urteil des Amtsgerichts habe auf einer Verständigung basiert, erklärte der Gerichtssprecher. Die Frau habe widersprüchliche Angaben gemacht, die nicht für eine Verurteilung gereicht hätten. Nur weil der 27-Jährige ein Geständnis ablegte, konnte er schuldig gesprochen werden. Im Gegenzug war ihm eine Bewährungsstrafe zugesichert worden. Außerdem habe die Frau eingeräumt, ihren damaligen Freund vor der Messertat massiv provoziert zu haben. Sie habe ihm vorgeworfen, er würde sich nicht um seine kleine Tochter kümmern. Darum wertete das Gericht den Messerangriff als Affekttat. Obwohl die Frau in akuter Lebensgefahr schwebte, ging es in dem Prozess nicht um ein versuchtes Tötungsdelikt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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