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Senat will nächtliches Glasflaschenverbot am Hansaplatz

Hamburg  

Senat will nächtliches Glasflaschenverbot am Hansaplatz

22.05.2019, 12:05 Uhr | dpa

Senat will nächtliches Glasflaschenverbot am Hansaplatz. Andy Grote

Andy Grote (SPD), Innensenator von Hamburg, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv (Quelle: dpa)

Rund um den Hansaplatz im Hamburger Stadtteil St. Georg sollen Glasflaschen am Abend und in der Nacht verboten werden. Wie ein Sprecher der Innenbehörde am Mittwoch mitteilte, beschloss der Senat eine Ausweitung des bereits für St. Pauli geltenden Gesetzes. An der Reeperbahn dürfen Glasflaschen seit 2009 in den Nächten von Freitag bis Montag und vor Feiertagen weder verkauft noch mitgeführt werden. Für den Bereich Hansaplatz ist eine strengere Regelung vorgesehen: Getränkebehälter aus Glas sollen bereits ab 17.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens tabu sein, und zwar jede Nacht.

Hintergrund ist die Zunahme von Gewalttaten mit Glasflaschen am Hansaplatz. 2017 zählte die Polizei 46 Delikte dieser Art unter freiem Himmel, im Jahr 2018 waren es 49, wie der Senat mitteilte. Von den insgesamt 474 in beiden Jahren erfassten Gewalttaten wurden 166 mit Glasflaschen verübt. Waffen wie Pistolen, Messer und Schlagstöcke sind an der Reeperbahn und am Hansaplatz bereits seit Ende 2007 verboten.

Der Hansaplatz gehöre zu den schönsten Plätzen Hamburgs, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). Jeder solle sich dort sicher aufhalten können. "Mit der Ausweitung des Glasflaschenverbots auf den Hansaplatz setzen wir ein Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner jetzt in die Tat um", so Grote weiter. Die Bürgerschaft muss die Gesetzesänderung noch beschließen, was voraussichtlich erst nach der Sommerpause geschehen wird. Derzeit wird bereits die Videoüberwachung an dem Platz ausgebaut. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" über die Gesetzesinitiative berichtet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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