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ICE Hannover-Göttingen wegen Bauarbeiten länger unterwegs

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ICE Hannover-Göttingen wegen Bauarbeiten länger unterwegs

22.05.2019, 13:29 Uhr | dpa

ICE Hannover-Göttingen wegen Bauarbeiten länger unterwegs. Ein ICE-Zug fährt an einem Schotterhaufen vorbei

Ein ICE-Zug fährt auf der Strecke Hannover - Göttingen an einem Schotterhaufen vorbei. Foto: Julian Stratenschulte (Quelle: dpa)

Bahnkunden müssen sich wegen der aufwendigen Sanierung der ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen ab dem 11. Juni auf längere Fahrzeiten einstellen. Dauert die Fahrt auf der knapp 89 Kilometer langen Strecke mit dem ICE oder dem IC zurzeit etwas mehr als 30 Minuten, benötigen Reisende künftig knapp eine Stunde. Bis zum 14. Dezember sollen alle ICE- und IC-Züge wegen der Bauarbeiten über eine Nebenstrecke umgeleitet werden, auf der sonst Regional- und Güterbahnen fahren, teilte die Bahn am Mittwoch in Hannover mit.

"Die reguläre Strecke ist für Fahrgeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometer gebaut, die Umleitung durch das Leinetal aber nicht", sagte Sven Meyer von der Deutschen Bahn. Die Streckensperrung wirke sich auch auf andere Gebiete aus. Wer etwa von Bremen nach München fährt, braucht nun insgesamt eine Stunde länger.

Es gebe aber auch Städte, die von den Bauarbeiten profitieren: "Celle, Uelzen und Lüneburg werden als Ersatzhaltestellen nun jede Stunde von einer ICE-Linie nach München angefahren", sagte Meyer. Weil sich alle Bahnen und der Güterverkehr eine Strecke teilen, kommt es auch zu Einschränkungen für den regionalen Bahnverkehr.

"Wir wissen, dass die Sanierung den Kunden Geduld und Verständnis abverlangt", sagte die Konzernbevollmächtigte für die norddeutschen Bundesländer, Manuela Herbort. Die Bahn habe seit 2010 die Hälfte ihres Schienennetzes erneuert. Es gebe aber noch viel zu tun.

Nach fast 30 Jahren Betrieb ist nun der ICE-Abschnitt zwischen den beiden niedersächsischen Städten dran: Gleise, Weichen, Schwellen und Schotter erneuert werden. Neun Tunnel und acht Talbrücken werden der Bahn zufolge erneuert. Für die Arbeiten hat der Konzern 175 Millionen Euro veranschlagt. Der weitere südliche Verlauf der ICE-Trasse bis nach Würzburg soll zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden, zwischen Göttingen und Kassel geht es planmäßig im April 2021 los.

Die Sanierung der gesamten Strecke von Hannover nach Würzburg kostet voraussichtlich 640 Millionen Euro. Auf der 327 Kilometer langen Trasse fahren täglich 110 Fernzüge durch Niedersachsen, Hessen und Bayern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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