Sie sind hier: Home > Regional >

Umweltministerium gegen Lockerung beim Schutz von Wölfen

Mainz  

Umweltministerium gegen Lockerung beim Schutz von Wölfen

22.05.2019, 18:04 Uhr | dpa

Umweltministerium gegen Lockerung beim Schutz von Wölfen. Wolf

Ein Wolf. Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat den Gesetzentwurf für eine Lockerung der Bestimmungen zum Abschuss von Wölfen als überzogen kritisiert. Der vorgelegte Entwurf "schießt über das Ziel hinaus", erklärte am Mittwoch eine Sprecherin des Ministeriums in Mainz. Da sich die geplante Änderung des Paragrafen 45 im Bundesnaturschutzgesetz auf alle besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten beziehe, werde der Artenschutz insgesamt aufgeweicht.

In Rheinland-Pfalz geht das Ministerium aktuell von einem ansässigen Wolf am Stegskopf im Westerwald aus. Daher sei die Situation nicht mit der in anderen Bundesländern mit hohem Wolfsvorkommen vergleichbar. Die Weidetierhaltung habe aber auch für das Mainzer Umweltministerium einen hohen Rang. Das Ministerium setze aber auf Prävention: "So werden etwa im Präventionsgebiet Westerwald Vorsorgemaßnahmen wie die Anschaffung wolfssicherer Zäune oder von Herdenschutzhunden zu 90 Prozent gefördert." Geplant sei eine Anhebung auf 100 Prozent. Auch im Falle eines Schadens durch den Wolf sei landesweit eine vollständige Entschädigung vorgesehen.

Das Umweltministerium forderte den Bund auf, endlich eine Weidetierprämie zu beschließen. Das Hauptproblem besonders von Schaf- und Ziegenhaltern sei die völlig unzureichende Bezahlung ihrer Produkte.

Von einer gemeinsamen Linie im Umgang mit dem Wolf ist die große Koalition im Bund auch nach einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch noch weit entfernt. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) teilte mit, dass es aus ihrer Sicht erlaubt sein sollte, die streng geschützten Raubtiere auch vorbeugend zu schießen - und nicht nur als Reaktion nach Attacken auf Weidetiere. Das gibt der Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) aber nicht her.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal