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Politologe: Bremer Wahl kann Berliner Koalition erschüttern

Bremen  

Politologe: Bremer Wahl kann Berliner Koalition erschüttern

23.05.2019, 05:49 Uhr | dpa

Politologe: Bremer Wahl kann Berliner Koalition erschüttern. Nahles und Scholz (SPD, l-r)

Andrea Nahles, und Olaf Scholz sprechen in der SPD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus zu den Medienvertretern. Foto: Kay Nietfeld/Archivbild (Quelle: dpa)

Parteienforscher Lothar Probst erwartet im Fall eines schlechten Abschneidens der SPD bei der Bürgerschaftswahl in Bremen Personaldiskussion in der Bundes-SPD. "Das würde auf jeden Fall für Erschütterungen in Berlin sorgen, vor allen Dingen bei der SPD", sagte Probst der Deutschen Presse-Agentur. Bremen sei die letzte Bastion der Sozialdemokraten. "Wenn die jetzt auch noch fällt, dann ist das schon ein Signal an die SPD", sagte der emeritierte Bremer Professor.

Zu möglichen Koalitionen nach der Bürgerschaftswahl hielt sich Probst bedeckt. "Das halte ich im Moment noch für vollkommen offen", sagte er. Es könne sogar sein, dass es am Ende für ein Bündnis aus CDU und Grünen reiche - "eine ganz andere Variante, über die man bisher noch gar nicht nachgedacht hat", sagte der Politologe. "Es wird sehr eng werden und hängt davon ab, was die Grünen machen. Die sind die Königsmacher in dieser Frage", sagte Probst.

Auch die Frage, ob in Bremen erstmals in einem westdeutschen Bundesland die Linke mitregieren könnte, hängt nach Ansicht des Politologen von den Grünen ab. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat angekündigt, dass er auf eine linke Koalition setzt.

Taktische Manöver hält Probst auch in der Bevölkerung für denkbar. Es sei denkbar, dass viele Wähler ihre Stimmen auf Listen verschiedener Parteien aufteilen und so eher mögliche Koalitionen wählen statt eine einzelne Partei.

In Bremen, dem kleinsten Bundesland, wird am Sonntag ein neues Landesparlament gewählt. Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Insa liegt die oppositionelle CDU bei 28 Prozent und die SPD, die seit mehr als 70 Jahren an der Macht ist, bei 23 Prozent. Eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition wäre demnach nicht möglich. Die Grünen würden laut Umfrage mit 18 Prozent drittstärkste Kraft, die Linke käme auf 11 Prozent. FDP und AfD erhielten je 6 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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