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Missbrauch bei Pfadfindern: keine Hinweise auf weitere Opfer

Freiburg im Breisgau  

Missbrauch bei Pfadfindern: keine Hinweise auf weitere Opfer

23.05.2019, 13:22 Uhr | dpa

Missbrauch bei Pfadfindern: keine Hinweise auf weitere Opfer. Handschellen

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem jahrelangen und hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern in Staufen bei Freiburg hat die Polizei keine Hinweise auf weitere Opfer. Seit dem öffentlichen Bekanntwerden des Falls Anfang Mai habe sich niemand bei den Ermittlern gemeldet, sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag in Freiburg. Es könne zwar nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Opfer gebe. Konkrete Spuren habe die Polizei aber nicht. Ein 41 Jahre alter Deutscher sitzt in Untersuchungshaft, weil er in den Jahren 2009 bis 2018 vier Jungen missbraucht haben soll. Der Mann war ehrenamtlicher Betreuer von Pfadfindern und Mitarbeiter der evangelischen Kirche in Staufen.

Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass sich mögliche weitere Opfer melden könnten, nachdem der Fall publik wurde. Dies sei aber nicht eingetreten. Die Polizei ermittle weiter.

Gegen den 41-Jährigen werde in den nächsten Monaten Anklage erhoben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zu einem Prozess könnte es dann vor dem Landgericht Freiburg kommen. Dem Mann wird vorgeworfen, die Jungen jeweils bis zu 400 Mal sexuell missbraucht zu haben. Sie waren bei den Taten 8 bis 14 Jahre alt.

Zudem ermittelt die Polizei gegen einen weiteren ehemaligen Betreuer der örtlichen Pfadfindergruppe. Dem 27 Jahre alten Deutschen werde vorgeworfen, ein Mädchen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die Kirche hat nach Bekanntwerden des Falls Aufklärung versprochen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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