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Wachsende Schäden durch Biber

Schwerin  

Wachsende Schäden durch Biber

23.05.2019, 13:54 Uhr | dpa

Wachsende Schäden durch Biber. Ein Biber sitzt im hohen Gras

Ein Biber sitzt im hohen Gras. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archivbild (Quelle: dpa)

Umwelt- und Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat als Reaktion auf wachsende Schäden durch Biber eine Verordnung zum Umgang mit dem streng geschützten Tier in Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Darin solle auch die "Entnahme" von Einzeltieren und von ganzen Familien geregelt werden, für den Fall, dass diese große Schäden anrichteten. "Wer Artenschutz will, muss auch Möglichkeiten der Bewirtschaftung schaffen", sagte Backhaus am Donnerstag im Landtag in Schwerin. Die Verordnung solle bis Dezember vorliegen.

Klare Regelungen seien nötig, da die Schäden an Wasserbauten und in der Landwirtschaft zunähmen. Die Behörden in den Landkreisen schreckten bislang aber meist vor Eingriffen zurück, aus Angst vor Gericht zu landen. Denn der lange Zeit in Deutschland ausgestorbene Biber genieße wie der Wolf höchsten Schutzstatus. Die deutliche Zunahme der Bestände sei ein Erfolg des konsequenten Artenschutzes und Ausdruck einer intakten Natur, betonte Backhaus. Doch sei inzwischen ein guter Erhaltungszustand erreicht, und das Management müsse neu ausgerichtet werden.

Dem AfD-Abgeordneten Jürgen Strohschein gingen die Ankündigungen des Ministers nicht weit genug. Er forderte, es müsse Schutzgebiete für den Biber geben, und in den übrigen Gebieten solle generell eine Bejagung ermöglicht werden.

Laut Backhaus hatte eine 2015 abgeschlossene Zählung ergeben, dass im Nordosten etwa 2300 Tiere leben. Im Herbst 2019 solle eine neue Bestandserhebung beginnen. In der Landtagsdebatte war davon die Rede, dass die Zahl der Tiere inzwischen auf über 3000 angewachsen ist. Als wichtigste Siedlungsgebiete gelten die Flussniederungen im Landkreis Vorpommern-Rügen und in der Mecklenburgischen Seenplatte sowie die Warnow östlich von Schwerin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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