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Karneval der Kulturen will sich per Video überwachen

Berlin  

Karneval der Kulturen will sich per Video überwachen

23.05.2019, 14:52 Uhr | dpa

Karneval der Kulturen will sich per Video überwachen. Eine Gruppe nimmt am Umzug beim Karneval der Kulturen teil

Eine Gruppe nimmt am Umzug beim Karneval der Kulturen teil. Foto: Kristin Bethge/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Erfolg ist das Problem: Das internationale Straßenfest Karneval der Kulturen will sich in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen erstmals selbst per Video überwachen. "Die Veranstaltung ist sehr groß und sehr voll", sagte Nadja Mau, Leiterin der Veranstaltung, am Donnerstag in Berlin.

Mit Hilfe der Überwachung sollen die zuletzt gut eine Millionen Besucher während des viertägigen Festes vom 7. bis 10. Juni mit Bühnenprogrammen, Partys und dem beliebten Straßenumzug am Pfingstsonntag besser gelenkt werden. Dazu werden auch mehr Straßen in Kreuzberg abgesperrt, die im Notfall als Fluchtwege dienen sollen. "Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir eine sichere Veranstaltung machen wollen", sagte Mau.

Die Veranstaltung sei in Kreuzberg entstanden und solle auch dort bleiben. "Der Karneval hinter einem Zaun wird nicht gehen." Gleichzeitig wollen die Organisatoren für weniger Lärm und Müll sorgen. Akteure und Besucher sollten für die Bedürfnisse der Anwohner sensibilisiert werden. "Während des Umzugs sollen angespannte Situationen mit angepasster Musik beruhigt werden." Bei Verstößen könnten Gruppen ausgeschlossen werden.

Zum Umzug am Pfingstsonntag haben sich bei dieser 24. Ausgabe des Karnevals der Kulturen 74 Gruppen mit gut 4400 Teilnehmern angemeldet. Neben Tanz- und Musikgruppen sind darunter auch etwa ein Dutzend Gruppen, die sich explizit politischen Themen wie Umwelt-, Frauen- oder Flüchtlingspolitik widmen.

Mau sieht im Karneval der Kulturen "ein breites Bündnis für multikulturelle Offenheit". Als Zeichen dafür soll der bunte und vielfältige Umzug in diesem Jahr auch erstmals von Politikern, Sponsoren und Veranstaltern angeführt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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