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Trierer Wissenschaftler in Chile vermisst

Trier  

Trierer Wissenschaftler in Chile vermisst

24.05.2019, 12:03 Uhr | dpa

Trierer Wissenschaftler in Chile vermisst. Nationalpark Torres del Paine in Patagonien

Ein Guanako ist am Aussichtspunkt Condor im Nationalpark Torres del Paine zu sehen. Foto: Francisco Negroni/Archiv (Quelle: dpa)

Ein Forscher der Universität Trier wird im äußersten Süden von Chile vermisst. Der Geologe habe im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien ein Magnetometer reparieren wollen, teilte die Magallanes-Universität mit. Bei seinem letzten Kontakt per Satellitentelefon mit einer Kollegin habe er von schwierigen Witterungsverhältnissen berichtet. Eine Spezialeinheit der Polizei sucht nun nach dem Forscher.

"Wir sind alle sehr beunruhigt", sagte am Freitag die Referentin des Fachbereichs Raum- und Umweltwissenschaften an der Uni Trier, Elisabeth Tressel. Der Wissenschaftler sei im Rahmen eines Forschungsprojektes auf Dienstreise gewesen und hätte ihrer Kenntnis nach am Donnerstag seinen Rückflug antreten sollen. "Wir können jetzt nur hoffen, dass er sich aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht melden kann und sich irgendwo im Biwak befindet", sagte Tressel.

"Er kennt die Gegend sehr gut, hat schon viel dort geforscht und kennt die Witterungsbedingungen. Ich hoffe deshalb, dass er gut aus der Region herauskommt", sagte Pedro Cid von der Magallanes-Universität am Donnerstag. Der Wissenschaftler habe sich in Patagonien vor allem mit Gletschern beschäftigt. Das von ihm installierte Magnetometer sollte Klimadaten für Forscher in Deutschland, Chile und anderen Ländern liefern.

"Wir können ihn als Extremforscher bezeichnen, der immer unter solchen Bedingungen arbeitet", sagte Juan Carlos Aravena vom Forschungszentrum CIGA. "Auch wenn die Umstände besorgniserregend sind, haben wir noch immer die Hoffnung, dass es sich nur um ein Kommunikationsproblem handelt."

Der Vermisste, der in Chile geboren wurde, ist an der Uni Trier als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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