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Schweitzer will langfristige Messungen bei Kerosin-Ablässen

Mainz  

Schweitzer will langfristige Messungen bei Kerosin-Ablässen

24.05.2019, 14:55 Uhr | dpa

Schweitzer will langfristige Messungen bei Kerosin-Ablässen. Passagierflugzeug hinter einem Baum

Ein Passagierflugzeug fliegt über einen Baum hinweg. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild (Quelle: dpa)

In der Debatte um mögliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch Kerosin-Ablässen aus Flugzeugen reichen dem SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Alexander Schweitzer zufolge Modellrechnungen nicht aus. "Wir müssen langfristig messen", sagte Schweitzer am Freitag bei einem Fachgespräch in Mainz. Dafür seien mehr Messstationen nötig.

Derzeit gibt es landesweit laut Umweltministerium 26 Luftmess-Stationen, wobei nicht jede die gleichen Stoffe misst. In Überflugsgebieten gebe es derzeit drei Messstationen, die Kohlenwasserstoffe erfassten. Hinzu kämen noch einige Stationen in Städten, die das könnten. Bei einem Kerosin-Ablass werden verschiedene Kohlenwasserstoff-Verbindungen frei gesetzt.

Anfang Mai hatte das Umweltbundesamt (UBA) eine Risiko-Einschätzung veröffentlicht. Dafür wurde mit Modellrechnungen gearbeitet. Das Ergebnis: Die Mengen der am Boden ankommenden Kerosinrückstände seien unkritisch. Nach Ansicht des Toxikologen Bernd Kaina von der Universitätsmedizin in Mainz reicht die UBA-Einschätzung noch nicht aus. "Ich denke, dass die Bevölkerung nur zum Teil beruhigt ist und weiter gemessen werden muss", sagte er bei dem Fachgespräch. Bei künftigen Risiko-Analysen müssten zudem nicht nur einzelne chemische Verbindungen berücksichtigt werden. Auch ihre Wirkung in der Mischung müsse beachtet werden.

Zu Kerosin-Ablässen kommt es, wenn ein Flugzeug kurz nach dem Start notlanden muss. Aus Sicherheitsgründen muss dann Kerosin abgelassen werden. Ein Großteil davon verdunste in der Luft, erklärte das UBA. Den Boden erreichten dann noch verschiedene Kerosin-Rückstände. Über Rheinland-Pfalz wurden laut Luftfahrt-Bundesamt zuletzt Ende April über der südlichen Pfalz fast 54 Tonnen Kerosin abgelassen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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