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Brandenburgs Kommunen wollen verstärkt Müll vermeiden

Potsdam  

Brandenburgs Kommunen wollen verstärkt Müll vermeiden

25.05.2019, 10:22 Uhr | dpa

Brandenburgs Kommunen wollen verstärkt Müll vermeiden. Mehrwegbecher

Ein Mehrweg-Kaffeebecher wird in einem Cafe mit Kaffee gefüllt. Foto: Franziska Kraufmann/Archv (Quelle: dpa)

In Brandenburg fallen jedes Jahr hunderttausende Tonnen Abfall an. Zuletzt waren es 2017 fast 1,3 Millionen Tonnen, die laut Potsdamer Umweltministerium von öffentlich-rechtlichen Trägern entsorgt worden sind - ein Anstieg von 73 000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, setzen viele Kommunen bereits auf Müllvermeidung.

"Zwei Mal im Jahr wird der "Geben und Nehmen Markt" organisiert und durchgeführt", sagt Potsdams Stadtsprecher, Markus Klier. Dabei handle es sich um einen nicht kommerziellen Tausch- und Schenkenmarkt im Zeichen der Wiederverwendung von Erzeugnissen und damit der Abfallvermeidung.

In der Landeshauptstadt werden jedes Jahr rund 60 000 Tonnen Abfälle und Wertstoffe entsorgt. Während beispielsweise die Siedlungsabfälle in den vergangenen Jahren rückläufig waren, hätten sich die Wertstoffe der kommunalen Sammlung auf 20 700 Tonnen im vergangenen Jahr gesteigert.

Bis zu 18 Millionen Euro kostet die Stadt Potsdam die Abfallentsorgung, der Betrieb von Wertstoffhöfen und die Schadstoffsammlung jedes Jahr. Darunter fällt auch die Entsorgung von illegal entsorgtem Müll. Um besonders dieses Problem anzugehen, startet der städtische Entsorgungsträger seit 20 Jahren jährliche Frühjahrsputzaktionen. "2019 konnten durch Bürgerinitiativen, Orts- und Sportvereine, Schulen, Kindertagesstätte, Privatpersonen und Umweltorganisationen bereits 14,66 Tonnen Müll gesammelt werden", berichtet Markus Klier. Zwei Mal im Jahr gebe es auch eine öffentliche Grünabfallsammlung in Potsdam.

An die 25 000 Tonnen Müll werden jedes Jahr in der Stadt Frankfurt (Oder) entsorgt. Dort sorgen Mitarbeiter in der Abfallberatung unter anderem für Müllvermeidung, wie Stadtsprecherin Kora Kutschbach berichtet. Wie in Potsdam versuche man auch in Frankfurt (Oder) bereits die Jüngsten für das Thema Abfallvermeidung- und Wiederverwertung zu sensibilisieren. "In Schulen und Kitas gibt es Modenschauen mit aus wiederverwertbaren Wertstoffen hergestellten Kleidungen und Papierschöpfen aus Altpapier", sagt die Sprecherin.

Dem Thema Müllvermeidung will sich künftig auch das Land stärker widmen, wie Umweltministeriumssprecher Jens-Uwe Schade informiert. "Wir erarbeiten gerade ein größeres Programm mit Maßnahmen", sagt er. Müllvermeidung funktioniert aber nicht nur auf kommunaler oder Landesebene, sondern auch in Betrieben und Privathaushalten.

So hat sich Arnold Voß, der unter anderem in Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin) eine Tankstelle betreibt, kürzlich dem sogenannten "Recup-System" zugewandt. Wer einen wiederverwertbaren Kunststoffbecher kauft, bekommt den Kaffee billiger.

Preisnachlass gibt in der Stadt auch das "Kaffee Blüte", wenn jemand mit so einem Pfandbecher oder gleich mit einer Porzellantasse kommt. "Bei uns soll so wenig wie möglich Verpackungsmüll anfallen", sagt die Betreiberin und Inhaberin der Gastronomie "Weidenhof Simon", Antje Simon. Plastikgeschirr gebe es in dem zum Café umgebauten, ehemaligen Zirkuswagen nicht. Dafür finde Porzellangeschirr aus DDR-Zeiten wieder eine Verwendung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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