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Kampf gegen Missbrauch: Katholische Kirche gründet Institut

Trier  

Kampf gegen Missbrauch: Katholische Kirche gründet Institut

27.05.2019, 12:58 Uhr | dpa

Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch gründet die katholische Kirche ein Institut. Das Institut für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt (IPA) nehme am 15. September auf der rheinland-pfälzischen Burg Lantershofen bei Bonn die Arbeit auf, teilte der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Montag mit. Das Institut solle mit externen Wissenschaftlern und Organisationen Standards für den Umgang mit dem Thema Missbrauch erarbeiten und ein "einheitliches Vorgehen" in allen deutschen Bistümern fördern. Ackermann ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich.

Eine zentrale Aufgabe des IPA werde darin bestehen, gemeinsam mit "Netzwerkpartnern" Instrumente für ein umfassendes Monitoring von Präventions- und Aufarbeitungsprojekten zu entwickeln, sagte Ackermann. Zudem solle es "Sicherungsinstrumente" zu präventiven Maßnahmen der katholischen Kirche in Deutschland auf den Weg bringen. Die Einrichtung des Instituts sei eine der Konsequenzen aus der sogenannten MHG-Studie zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche, die im vergangenen Herbst vorgelegt wurde.

Aufbau und Leitung des neuen Instituts übernehme der langjährige Präventions- und Interventionsbeauftragte des Erzbistums Köln, Oliver Vogt. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte laut Mitteilung: "Als Kirche müssen wir unbedingt verlorenes Vertrauen nach den Missbrauchsfällen wiedergewinnen. Dafür ist die Einführung von einheitlichen, hohen Standards im Bereich Prävention und Aufklärung in allen deutschen Bistümern wichtig."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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