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Ländlicher Raum mit Potenzial: Erste IBA-Projekte fertig

Apolda  

Ländlicher Raum mit Potenzial: Erste IBA-Projekte fertig

28.05.2019, 15:33 Uhr | dpa

Ländlicher Raum mit Potenzial: Erste IBA-Projekte fertig. Ausstellung "StadtLand" zur IBA

Besucher gehen durch eine Ausstellung der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen. Foto: Martin Schutt/Archiv (Quelle: dpa)

Sieben Jahre nach dem Start der Internationalen Bauausstellung (IBA) in Thüringen sind fünf von der IBA entwickelte Bauprojekte umgesetzt worden. Dazu gehören unter anderem eine als Kunstkapelle wieder belebte kleine Kirche in Krobitz (Saale-Orla-Kreis), eine Herbergskirche in Neustadt am Rennsteig und ein Prototyp für Holzhäuser in Kastenbauweise, wie IBA-Geschäftsführerin Martina Doehler-Behzadi am Dienstag in Apolda sagte. Die IBA, eine Landesgesellschaft, entwickelt gemeinsam mit Kommunen, Vereinen, Kirchengemeinden und anderen Partnern seit 2012 Projekte für die Nutzung leerstehender Gebäude in Dörfern und kleinen Städten in Thüringen.

In Apolda informierte sich die Landesregierung am Dienstag in ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung über die Arbeit der IBA, die bislang knapp 30 Vorhaben in 45 Kommunen begleitet. Dazu gehört etwa Thüringens einziges Bauwerk des Architekten Egon Eiermann (1904-1970), eine jahrelang ungenutzte Fabrikhalle in Apolda (Weimarer Land). Derzeit Sitz der IBA-Geschäftsstelle, soll das nach Eiermanns Plänen Ende der 1930er Jahre umgebaute Gebäude mit Millionenförderung durch den Bund zu einer Heimstatt für Kreative und Handwerker werden.

Im ländlich geprägten Thüringen stehen nach Strukturwandel und Bevölkerungsverlust seit der Wiedervereinigung laut IBA rund 45 000 frühere Gebäude leer – von Wohnhäusern über einstige Fabriken, Schulen oder Kirchen. "Oft wird über den ländlichen Raum nur als Problem geredet", sagte Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke). "Wir wollen zeigen, welches Potenzial er hat." Dabei gehe es nicht nur um das Bauen an sich, sondern um "modellhafte Bürgerprojekte".

In die ersten fünf fertiggestellten Projekte wurden laut IBA insgesamt 610 000 Euro investiert. Die IBA verfüge zwar über keinen eigenständigen Fördertopf, sagte Keller. Von ihr entwickelte Vorhaben hätten bei der finanziellen Unterstützung aus den verschiedenen Fördertöpfen des Landes aber Vorrang. Als nächstes IBA-Projekt soll Anfang Juli im bislang leerstehenden Bahnhofsgebäude in Rottenbach im Schwarzatal ein Hofladen eröffnet werden, der Einheimische und Touristen in dem landschaftlich attraktiven Gebiet versorgt.

Noch bis zum 29. September wird im Apoldaer Eiermann-Bau eine Ausstellung gezeigt, in der die bis 2023 arbeitende IBA eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit zieht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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