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Früherer Fuldaer Bischof kritisiert Kirche wegen Missbrauch

Fulda  

Früherer Fuldaer Bischof kritisiert Kirche wegen Missbrauch

31.05.2019, 06:23 Uhr | dpa

Früherer Fuldaer Bischof kritisiert Kirche wegen Missbrauch. Emeritierter Bischof Algermissen

Der emeritierte Fuldaer Ortsbischof Heinz Josef Algermissen. Foto: Jörn Perske/Archivbild (Quelle: dpa)

Der emeritierte Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat die katholische Kirche für ihr Vorgehen im Skandal um sexuellen Missbrauch kritisiert. "Die katholische Kirche hat sich beim Krisenmanagement in den vergangenen Jahren nicht immer glücklich verhalten." Die Kirche habe sich zu sehr um die Täter gekümmert. "Das war ein großer Fehler. Wir wollten die Täter schon raussondieren, aber wir wollten, damit das nicht so bekannt wurde, im Grunde die Kirche schützen. Und das geht heute natürlich wahnsinnig nach hinten los", sagte Algermissen der Deutschen Presse-Agentur.

Der Missbrauch in der Kirche sei nicht richtig aufgearbeitet worden, sagte Algermissen. Wenn die Täter versetzt und behandelt worden seien, sei es wenig später "wieder schiefgegangen". "Pädophilie ist nicht zu kurieren", sagte Algermissen. Der 75-Jährige ist seit bald einem Jahr nicht mehr in Amt und Würden als katholischer Ortsbischof von Fulda. Der Papst hatte am 5. Juni 2018 seinen altersbedingt eingereichten Rücktritt angenommen.

Ob Algermissen bei der Aufarbeitung des Missbrauchs auch Fehler unterlaufen seien? "Nein, das kann ich nicht sagen." Er sei mit aller Härte und Entschiedenheit gegen die Täter vorgegangen. "Entweder Du gehst zur Staatsanwaltschaft oder wir machen das", ordnete er an. "Ob man mitunter auch ein zu gutes Herz hatte, das weiß ich jetzt nicht. Ich habe mich immer bemüht, eine absolute Klarheit zu fahren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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