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62-Jährige wegen Menschenhandels und Zuhälterei angeklagt

Braunschweig  

62-Jährige wegen Menschenhandels und Zuhälterei angeklagt

01.06.2019, 09:03 Uhr | dpa

62-Jährige wegen Menschenhandels und Zuhälterei angeklagt. Blick auf einen Eingang zum Landgericht Braunschweig

Blick auf einen Eingang zum Landgericht in Braunschweig. Foto: Christina Sticht/Archivbild (Quelle: dpa)

Weil sie junge Frauen mit Hilfe eines Voodoo-Zaubers zur Prostitution gezwungen haben soll, muss sich eine 62-Jährige von Montag an vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Der Angeklagten wird vorgeworfen, zwei Frauen aus Nigeria nach Deutschland gelockt und ihnen hier ihre Papiere abgenommen zu haben. Die 62-Jährige ist wegen Menschenhandels und ausbeuterischer Zuhälterei angeklagt.

Die Opfer, die als Nebenklägerinnen in dem Prozess auftreten, sollen zwischen dem 18. und 28. Juni 2017 in einer Wohnung in Bad Harzburg (Kreis Goslar) zur Prostitution gezwungen worden sein. Ihr Stundenlohn in Höhe von 80 und 100 Euro soll direkt von der 62-Jährigen abkassiert worden sein. Die beiden Opfer wurden bei einer Polizeikontrolle in der Bordellwohnung entdeckt.

Dass Frauen aus Nigeria nach Europa eingeschleust und zur Prostitution gezwungen werden, ist kein Einzelfall. Mehrere Hilfsorganisationen machen auf ihr Schicksal aufmerksam. Im Lagebild Organisierte Kriminalität 2017 beschreibt das Bundeskriminalamt beispielhaft einen Fall aus Duisburg. Auch hier wurden die Frauen schon vor ihrer Abreise aus Nigeria mit landestypischen Voodoo-Kult-Ritualen eingeschüchtert.

Nach Angaben des Landgerichts Braunschweig soll die 62 Jahre alte Angeklagte in ganz Deutschland Wohnungen für Zwangsprostituierte angemietet haben. Für den Prozess sind vier Verhandlungstermine angesetzt. Das Urteil könnte demnach am 11. Juni gesprochen werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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