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Lewentz sieht zunächst Dreyer als SPD-Vize in der Pflicht

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Lewentz sieht zunächst Dreyer als SPD-Vize in der Pflicht

03.06.2019, 14:34 Uhr | dpa

Lewentz sieht zunächst Dreyer als SPD-Vize in der Pflicht. Roger Lewentz

Roger Lewentz (SPD). Foto: Thomas Frey/Archivbild (Quelle: dpa)

Der rheinland-pfälzische SPD-Chef Roger Lewentz sieht nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als Parteichefin zunächst ihre Stellvertreter in der Pflicht. "Wenn man Stellvertreter ist, muss man Verantwortungsgefühl haben", sagte Lewentz am Montag in Mainz. Die engere Parteiführung hatte zuvor für die kommissarische Leitung ein Trio vorgeschlagen: Die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, sowie den scheidenden hessischen SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel.

"Jetzt müssen die drei einspringen und der SPD wieder eine Stabilität geben", sagte Lewentz. Bundesfinanzminister Olaf Scholz - ebenfalls Vize - habe ja erklärt, dass dies nicht mit seinem Ministeramt nicht vereinbar sei. Lewentz nannte die Situation der SPD "hundsmiserabel".

Bei der SPD in Rheinland-Pfalz mehrten sich Stimmen, die eine Mitgliederentscheidung für die künftige Parteispitze wollten, berichtete Lewentz. In so einer Art Urwahl könnten sich dann viele als Kandidat berufen fühlen.

Dreyer werde auch bei der Landtagswahl 2021 Spitzenkandidatin der SPD sein. "Beides würde ich ihr nicht raten", sagte Lewentz mit Blick auf den Vorsitz in der Bundespartei. Er glaube nicht, dass sich Dreyers Interims-Parteivorsitz negativ auf Dreyer im Landtagswahlkampf auswirken werde.

Die Vorbereitung eines Mitgliederentscheids brauche jedoch Zeit und letztlich müsse dann ein Parteitag zustimmen. "Das müssen wir sehr sorgfältig machen." Lewentz sprach sich für ein geordnetes Verfahren aus. Ob dies zum geplanten Parteitag im Dezember abgeschlossen werden könne, sei allerdings fraglich. "Die Partei braucht jetzt eine Diskussionsphase."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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