Sie sind hier: Home > Regional >

Trickbetrug an Senioren: Angeklagte wollen aussagen

Bielefeld  

Trickbetrug an Senioren: Angeklagte wollen aussagen

04.06.2019, 01:18 Uhr | dpa

Trickbetrug an Senioren: Angeklagte wollen aussagen. Telefonhörer

Ein abgelegter Telefonhörer soll Betrug per Telefon illustrieren. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild (Quelle: dpa)

Sie sollen Senioren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen um mehr als eine halbe Million Euro betrogen haben: Zum Prozess-Auftakt um Trickbetrügereien am Landgericht Bielefeld haben sich die Beteiligten am Dienstag auf einen Strafrahmen geeinigt. Sollten die beiden Angeklagte umfangreiche Geständnisse ablegen und auch Namen zu weiteren Mittätern in Deutschland nennen, müssen die beiden für maximal vier Jahre und neun Monate, beziehungsweise drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die Angeklagten, ein 28-Jähriger aus Hannover und eine 27-Jährige aus Elmshorn in Schleswig-Holstein, stimmten zu und kündigten für den nächsten Prozesstag Aussagen an.

Die Staatsanwaltschaft listete in ihrer Anklage neun Fälle auf, in denen Senioren in Bielefeld und Hannover von dem Duo und bislang unbekannten Hintermännern im türkischen Izmir um hohe Geldsummen und Gold betrogen wurden. Dabei rief die Bande laut Anklage aus einem Call-Center in der Türkei bei den Opfern an und setzte sie psychisch massiv unter Druck. Die Anrufer gaben sich demnach als Polizisten aus. Sie warnten vor angeblichen Betrügereien der Banken oder Wohnungseinbrüchen.

Die Opfer sollten dann laut Staatsanwaltschaft ihr Geld oder Wertgegenstände mit Hilfe der vermeintlichen Polizei in Sicherheit bringen. Mit den vorgegaukelten Anrufen unter der Notrufnummer 110 wiegelte die Bande ihre Opfer in Sicherheit. Die Senioren hoben Geld von ihren Konten ab oder holten Gold und hohe Bargeldsummen aus ihren Bankschließfächern.

Die beiden Angeklagten sollen es dann übernommen haben, Geld und Gold an verabredeten Treffpunkten entgegenzunehmen. Einer Betroffenen waren aber Zweifel gekommen, und sie hatte in der Zwischenzeit die echte Polizei eingeschaltet. Insgesamt erbeutete die Bande Anfang des Jahres 2019 mindestens 630 000 Euro.

Bis zum 9. Juli sind acht weitere Verhandlungstermine angesetzt, die aber wohl nach der Verständigung aller Prozessbeteiligten jetzt nicht mehr benötigt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal