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Drohnen zwischen Spielzeug und Kriegstechnologie

Friedrichshafen  

Drohnen zwischen Spielzeug und Kriegstechnologie

04.06.2019, 02:33 Uhr | dpa

Drohnen zwischen Spielzeug und Kriegstechnologie. Drohnen in der Stadt

Eine Drohne vor Hochhäusern in einer Stadt. Foto: Maria Werries/Archivbild (Quelle: dpa)

Rund 1,2 Millionen Drohnen sollen nach Schätzungen im Jahr 2020 allein in Deutschland unterwegs sein. Wie ambivalent ihre Nutzung bereits jetzt schon ist, zeigt das Zeppelin Museum in Friedrichshafen am Bodensee in einer neuen Ausstellung, die am Freitag (7. Juni) eröffnet wird. Drohnen würden zur Überwachung, in der Landwirtschaft oder schlicht als Spielzeug eingesetzt, sagte die Direktorin des Museums, Claudia Emmert, bei der Vorstellung des Schau-Konzeptes am Dienstag. In Kombination mit künstlicher Intelligenz gälten sie jedoch als wichtigste Kriegstechnologie seit der Erfindung der Atombombe.

Diese Gegensätze spiegeln sich auch in den Exponaten der Ausstellung wider: Neben Aufklärungsdrohnen etwa von der Bundeswehr werden in der Schau unter dem Titel "Game of Drones" zum Beispiel Fluggeräte gezeigt, die bei der Vermessung von großen Bauwerken, in der Fotografie oder eben als private Spielerei eingesetzt werden können. Das Museum selbst nutzt ebenfalls eine eigene Drohne mit dem Namen "Claire", die als Exponat nicht nur Teil der Ausstellung ist, sondern die Mitarbeiter etwa bei Videoaufnahmen unterstützt.

Neben der technischen Entwicklung und Nutzung der Drohnen setzt sich das Museum auch gesellschaftlich und künstlerisch mit dem Phänomen auseinander. So zeigt etwa der chilenische Künstler Ignacio Acosta eine Videodokumentation über das skandinavische indigene Volk der Sami, das auch mithilfe von Drohnen gegen ein Bergbauprojekt in Schweden protestierte. Der Amerikaner Adam Harvey hat dagegen Kleidung entwickelt, die dank spezieller Materialien von Überwachungsdrohnen etwa mit Wärmebildkamera nicht erkannt werden soll.

Die Ausstellung im Zeppelin Museum läuft bis zum 3. November.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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