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Direkt mit Vollgas: 50 Elektro-Tretroller fahren durch Herne

Herne  

Direkt mit Vollgas: 50 Elektro-Tretroller fahren durch Herne

05.06.2019, 14:47 Uhr | dpa

Direkt mit Vollgas: 50 Elektro-Tretroller fahren durch Herne. Elektro-Tretroller in Herne

Eine Probefahrt mit dem E-Scooter von Circ (ehemals Flash) macht Emina in Herne. Foto: Roland Weihrauch (Quelle: dpa)

App gestartet, Helm aufgeschnallt und langsam Gas geben - Elektro-Tretroller sind derzeit bundesweit ein großes Gesprächsthema. Sie sollen in vielen Fällen das Auto ersetzen und Elektromobilität fördern. In Herne können die Bürger nun 50 E-Scooter in der Stadt nutzen. "Es geht darum, die Mikromobilität zu steigern, weil sie hip ist und Spaß macht - aber auch vor allem, weil sie gut für die Umwelt ist", sagt Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda und fährt selbst direkt eine Proberunde. Das Stadtoberhaupt trägt wie selbstverständlich einen Helm, der zwar nicht Vorschrift ist, von der Firma aber empfohlen wird.

Auch Constanze Przybyl aus Herne testet die Elektro-Tretroller zum ersten Mal und muss sich erst an das Fahrgefühl gewöhnen. "Das Gas zu regulieren braucht etwas Feingefühl", sagt die Studentin. Doch nach den ersten Runden klappt das auch immer besser.

Verliehen werden die Fahrzeuge von einer Berliner Firma (Circ). Für alle Scooter hat die Stadt Sondergenehmigungen erteilt. Damit können sie noch vor dem 15. Juni gefahren werden. An diesem Tag soll eine bundesweit gültige Verordnung in Kraft treten, die den Betrieb der Scooter im Straßenverkehr regelt.

Nutzen kann die neuen Fahrzeuge laut Hersteller jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und eine Kreditkarte besitzt. "Wir sind sicher, dass sich die Herner Bürger nicht von denen in San Francisco oder Tel Aviv unterscheiden und ihre Freude am Fahren haben werden", so Max Hüsch vom Verleiher. Ausgeliehen und abgerechnet wird über eine App. Die Entsperrung des Rollers kostet einen Euro, jede Minute anschließend 15 Cent. Die Roller können nach der Benutzung einfach stehen gelassen werden, dürfen aber niemanden behindern. Mit der App können Nutzer eine Karte öffnen, auf der Parkzonen und Parkverbote gekennzeichnet sind. Hauptstandort ist in Herne zunächst die Innenstadt.

Dort findet Fabian Dobbeck die Elektro-Tretroller auch besonders praktisch. Der Herner ist Physiotherapeut und macht Hausbesuche in der Innenstadt. "Da findet man mit dem Auto oft keinen Parkplatz und beim Fahrrad weiß man auch nicht, wo man es hinstellen soll", sagt der 28-Jährige. "Den Roller kann ich einfach einklappen und mit in die Wohnung nehmen." Skeptisch ist Dobbeck allerdings bei längeren Strecken: "Bei allem über fünf oder sechs Kilometern fehlt dann doch das Tempo bei nur 20 km/h. Spaß macht es aber trotzdem, da direkt mit Vollgas loszufahren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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