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Weniger Wildunfälle in Sachsen: Niveau weiter hoch

Kamenz  

Weniger Wildunfälle in Sachsen: Niveau weiter hoch

10.06.2019, 08:48 Uhr | dpa

Weniger Wildunfälle in Sachsen: Niveau weiter hoch. Wildunfall

Ein totes Reh liegt nach der Kollision mit einem Auto am Straßenrand einer Landstrasse. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv (Quelle: dpa)

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Wildtieren ist in Sachsen leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz wurden im vergangenen Jahr 12 310 Zusammenstöße von Auto- oder Motorradfahrern mit Tieren registriert. Das waren zwar etwas weniger als im Jahr 2017, in dem 12 689 Unfälle mit Wildtieren registriert wurden. Doch das Niveau ist weiter hoch. 20 Menschen wurden 2018 schwer verletzt. Die meisten Unfälle geschahen mit Rehen und Wildschweinen.

Wie aus einer Aufstellung der Behörde weiter hervorgeht, gab es im Jahr 2018 die meisten derartigen Unfälle in den Landkreisen Bautzen, Görlitz und Mittelsachsen. Dieser Trend setzte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres fort. Insgesamt wurden in dem Zeitraum in Sachsen 2591 Wildunfälle registriert.

"Die Gefahr des Autoverkehrs ist bei den Wildtieren noch nicht genetisch verankert, sie kennen keine Verkehrsregeln", sagte Torsten Freiwald, Pressesprecher des Deutschen Jagdverbandes. Straßen trennten oftmals Wälder, also ihre Schlafplätze, von ihren Fressplätzen, den Feldern. Sobald die Äcker bestellt seien, machten sich zum Beispiel Wildschweine auf den Weg.

Autofahrern rät Freiwald zur Umsicht. "Wenn ein Tier die Straße überquert, kommt meist noch eins hinterher". Bremsen und Hupen sei geboten. "Und wenn es auch hart klinkt: das Lenkrad festhalten und keine Ausweichmanöver starten, wenn doch ein Tier auf der Straße steht. Die Gefahr sei groß, dass eine Autofahrt an einem Baum endet.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist die Zahl der Wildunfälle in Sachsen seit Jahren hoch. Erstmals wurde die Zahl 12 000 im Jahr 2015 überschritten. Mit Ausnahme des Vorjahres stieg sie seitdem ständig an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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