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Beihilfe-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Manager

Affäre um Gehälter  

Beihilfe-Verdacht: Staatsanwälte ermitteln gegen VW-Manager

11.06.2019, 18:30 Uhr | dpa

Beihilfe-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Manager. Bernd Osterloh: Gegen den Vorsitzenden des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG wir ermittelt. (Quelle: dpa/Christophe Gateau/Archivbild)

Bernd Osterloh: Gegen den Vorsitzenden des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG wir ermittelt. (Quelle: Christophe Gateau/Archivbild/dpa)

Staatsanwälte ermitteln auch gegen den VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue. Worum es genau geht.

Die Ermittlungen gegen ehemalige VW-Vorstände wegen mutmaßlich unrechtmäßiger Vergütung von Betriebsräten könnten auch für Bernd Osterloh ungemütlich werden. Gegen den Betriebsratschef laufen gesonderte Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue, sagte Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag.

Thema sind die Gehälter anderer Betriebsratsmitglieder

Es gehe aber nicht um einen Vorteil für Osterloh selbst, sondern die Gehälter anderer Betriebsratsmitglieder. "Der Beschuldigte soll insoweit am Zustandekommen der mutmaßlich unrechtmäßigen Vergütungsvereinbarungen mitgewirkt haben", heißt es seitens der Ermittlungsbehörde.

Über das gesonderte Verfahren hatte zunächst das "Handelsblatt" berichtet. Die Ermittler prüfen nach eigenen Angaben bereits seit 2016, ob Manager Arbeitnehmervertretern zu hohe Gehälter genehmigt haben. Die Ermittlungen gegen Osterloh sind Sprecher Wolters zufolge zunächst in dem Hauptverfahren geführt und später abgetrennt worden.


Osterloh will Akten einsehen

Die Tatsache, dass Osterloh auch als Beschuldigter geführt wird, ist nach Betriebsratsangaben seit rund einem halben Jahr bekannt. Osterloh habe über seinen Verteidiger Akteneinsicht beantragt und werde zu möglichen gegen ihn gerichteten Vorwürfen Stellung nehmen, sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrates.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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