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Raffinerie Leuna rechnet mit sauberem Öl aus Pipeline

Leuna  

Raffinerie Leuna rechnet mit sauberem Öl aus Pipeline

12.06.2019, 06:10 Uhr | dpa

Raffinerie Leuna rechnet mit sauberem Öl aus Pipeline. Stahlrohre transportieren Rohöl

Stahlrohre transportieren Rohöl aus Russland in die Produktionsanlagen einer Raffinerie. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Raffinerie in Leuna rechnet damit, dass in den nächsten Tagen wieder sauberes Öl aus Russland durch die "Druschba"-Pipline nach Deutschland fließt. Die Lieferungen waren über Wochen unterbrochen. Die Total Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass nach ihren Informationen bereits wieder nicht mehr verschmutztes Öl über Weißrussland nach Polen gelange. "Dieses müsste in einigen Tagen auch in Deutschland ankommen", erklärte ein Sprecher.

Die Öllieferungen zwischen Russland und Westeuropa über die Pipeline "Druschba" (Freundschaft) waren Ende April gestoppt worden, weil Behörden eine zu hohe Belastung des Rohöls mit Chlorid festgestellt hatten. Die Pipeline versorgt neben der Raffinerie in Leuna unter anderem die Raffinerie PCK in Schwedt (Brandenburg).

Nach Angaben des Total-Sprechers arbeitet derzeit die Raffinerie in Leuna mit Rohöl aus Lagerbeständen sowie mit unbelastetem Öl, das per Schiff nach Danzig gebracht und dort ins Pipeline-Netz eingespeist worden sei. Per Bahn würden zudem Kraftstoffe aus anderen Regionen in den Osten Deutschlands transportiert. Das Unternehmen hatte stets betont, dass der Lieferstopp für Autofahrer in Ostdeutschland keine zusätzlichen Preisaufschläge zur Folge habe.

Russland liefert nach eigenen Angaben inzwischen wieder sauberes Öl nach Weißrussland. Seit Montag fließe es über Weißrussland nach Polen. Mehrere Mitarbeiter des betroffenen Pipelinebetreibers Transneft wurden bereits angeklagt. Es werde wegen Diebstahls, Beschädigung von wichtigen Objekten und Gründung einer kriminellen Gruppe ermittelt, hieß es. Noch offen ist die Frage, wie hoch die Entschädigung an die betroffenen Länder ausfallen wird.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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