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Potsdam: Gärten und Parks bleiben nach Gewitter geschlossen

Potsdam  

Potsdam: Gärten und Parks bleiben nach Gewitter geschlossen

12.06.2019, 11:36 Uhr | dpa

Abgebrochene Äste, umgekippte Bäume, überschwemmte Straßen: Die schweren Gewitter haben zu Schäden in Gärten und Parks des Unesco-Welterbes in Potsdam geführt. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) schloss am Mittwoch den Neuen Garten, den Pfingstberg und den Park Babelsberg. Auch das Marmorpalais, das Schloss Cecilienhof sowie das Belvedere seien für Besucher nicht zugänglich. 35 Bäume seien in den Parks insgesamt umgestürzt, Wege teils stark ausgespült. Große Gefahr gehe von Kronen- und Astbrüchen aus, wie die Stiftung mitteilte. "Die Aufräumarbeiten dauern noch an", sagte Sprecher Jan Kallensee am Nachmittag. Immer wieder würden Parkbesucher die Absperrungen missachten, sagte er.

Die Polizei Brandenburg berichtete von Blitzeinschlägen, herabfallenden Ästen, Unfällen und überschwemmten Straßen. In Potsdam musste unter anderem die Zeppelinstraße streckenweise gesperrt werden. Gully- und Kanaldeckel wurden hochgedrückt. Auch im Havelland gingen größere Wassermengen nieder und liefen unter anderem in Keller und Tiefgaragen. In Oranienburg und Schildow (beides Oberhavel) sowie in Schöneiche bei Berlin(Landkreis Oder-Spree) brannten nach Blitzeinschlägen mehrere Dachstühle, hieß es von der Polizei weiter.

Die Feuerwehr Potsdam war seit dem Dienstagabend im Dauereinsatz, wie die Stadt mitteilte. 196 Einsätze habe es wegen der unwetterartigen Gewitterfront mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gegeben. In Potsdam-Babelsberg beschädigten umgestürzte Bäume mehrere Autos. Ein Auto blieb an einer Bahnunterführung in Babelsberg im Wasser stecken. Und auch in mehreren Potsdamer Schulen hinterließ das Unwetter Spuren: In der Eisenhart-Schule (Kurfürstenstraße) fiel nach einem Blitzeinschlag die Stromversorgung vorübergehend aus. Der Stadtkanal in Potsdam war nach den Regenmassen mit Wasser gefüllt.

Etwa 100 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Stadt in der Nacht mit 30 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte von fünf freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz zur Versorgung. Noch am Mittwochnachmittag waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, die letzten Einsätze abzuarbeiten, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest der Feuerwehr sagte.

Für den Mittwochnachmittag kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits die nächsten Gewitter an. Dabei wurden Sturmböen zwischen 80 und 100 Kilometer je Stunde erwartet, vereinzelt auch unwetterartige Gewitter mit Orkanböen bis 120 km/h mit Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter sowie großkörnigem Hagel. Fenster sollten geschlossen, Blumen auf dem Balkon oder andere Gegenstände gesichert werden, wie eine DWD-Sprecherin sagte. In der Nacht zum Donnerstag sollten die Gewitter dann Richtung Polen abziehen. Der Donnerstag wird aus Sicht der Meteorologen heiter, teils auch wolkig und weitgehend trocken mit Höchstwerten um 26 Grad.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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