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Stromkonzerne streiten sich um Reststrom für AKW Grohnde

Hamburg  

Stromkonzerne streiten sich um Reststrom für AKW Grohnde

13.06.2019, 03:26 Uhr | dpa

Stromkonzerne streiten sich um Reststrom für AKW Grohnde. Blick über die Weser auf das Kernkraftwerk Grohnde bei Hameln

Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen vom Kernkraftwerk Grohnde auf. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Stromkonzerne PreussenElektra und Vattenfall streiten sich um die sogenannte Reststrommenge für das 2011 stillgelegte Kernkraftwerk Krümmel in Geesthacht bei Hamburg. Beide Konzerne sind zu je 50 Prozent an der Krümmel-Betreibergesellschaft beteiligt.

PreussenElektra möchte die Hälfte der Reststrommenge vom AKW Krümmel auf das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln übertragen lassen, weil die dortige Reststrommenge nach Unternehmensangaben voraussichtlich im Oktober aufgebraucht sein wird. Heute beginnt dazu in Hamburg ein Zivilprozess.

Um den Weiterbetrieb von Grohnde sicherzustellen, hat PreussenElektra nach Gerichtsangaben auch den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragt. Das AKW an der Weser bei Hameln soll 2021 vom Netz genommen werden. "In jedem Fall werden wir den ununterbrochenen Betrieb von Grohnde sicherstellen", teilte die Sprecherin der PreussenElektra GmbH, Almut Zyweck, mit.

PreussenElektra beansprucht nach Gerichtsangaben 44 000 Gigawattstunden im Wert von rund 415 Millionen Euro. Die Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH möchte die Reststrommenge von Krümmel dagegen am Markt veräußern.

Eine Reststrommenge ist eine fiktive Größe: Hierbei geht es um die Menge Strom, die in Krümmel hätte produziert werden können, wäre die Betriebserlaubnis nicht im August 2011 durch eine Atomgesetzänderung nach dem Reaktorunfall von Fukushima erloschen. Allerdings war das Atomkraftwerk (AKW) aufgrund von Pannen schon seit Sommer 2007 fast durchweg vom Netz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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