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Missratene Fettverminderung: Schmerzensgeld-Klage berechtigt

Koblenz  

Missratene Fettverminderung: Schmerzensgeld-Klage berechtigt

13.06.2019, 15:33 Uhr | dpa

Missratene Fettverminderung: Schmerzensgeld-Klage berechtigt. Justitia

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht auf dem Tisch eines Richters. Foto: Volker Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Nach einer missratenen Behandlung zur Fettverminderung mit einer schweren Verletzung am Oberschenkel kann eine Frau nach einem Gerichtsurteil auf Schmerzensgeld hoffen. Ihre entsprechende Klage sei berechtigt, teilte das Landgericht Koblenz am Donnerstag mit. Falls der beklagte Frankfurter Gerätehersteller nach dem sogenannten Grundurteil nicht binnen eines Monats in die Berufung geht, ermittelt das Landgericht in dem Zivilprozess noch die Höhe des Schmerzensgelds. Nach der Vorstellung der jungen Frau sollen es 40 000 Euro sein.

Ihr war 2015 in einem Freizeitbad bei einer sogenannten Kryolipolyse zur Verminderung von Fettpölsterchen unter anderem der linke Oberschenkel mit Kälteplatten umwickelt worden. Diese waren an ein elektrisches Gerät angeschlossen, das zugleich die Muskeln elektronisch stimulieren sollte. Nach fast einer Stunde spürte die Frau laut Gericht etwas Heißes am Bein. Sie erlitt Verbrennungen dritten Grades und musste operiert werden.

Nach Angaben des Landgerichts ist das Gerät verschwunden. Somit sei unklar, ob nur der eine Apparat oder alle Geräte derselben Baureihe fehlerhaft seien. Das Gericht geht nach eigenen Worten von "einer zumindest fahrlässigen Beweisvereitelung aus mit der Folge, dass es den wahrscheinlichsten Geschehensablauf als bewiesen ansieht, nämlich die Verursachung der Verletzung der Klägerin durch ein fehlerhaftes Gerät". Damit hafte der Hersteller. Die Frau trage keine Mitschuld.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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