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Messerangriffe künftig in separater Kriminalstatistik

Kiel  

Messerangriffe künftig in separater Kriminalstatistik

14.06.2019, 15:48 Uhr | dpa

Messerangriffe künftig in separater Kriminalstatistik. Messerangriff

Ein Messer liegt an einem Tatort auf dem Boden. Foto: Danile Bockwodlt/Archivbild (Quelle: dpa)

Messerangriffe sollen ab dem kommenden Jahr als gesonderte Kategorie in der Polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführt werden. Die am Freitag in Kiel zu Ende gegangene Innenministerkonferenz habe sich auf Initiative des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) darauf verständigt, teilte das Ministerium in Mainz mit. Das bringe künftig einen genaueren Überblick, wie sich die Zahl dieser Straftaten entwickele, sagte Lewentz demnach nach dem Abschluss der IMK.

Die Länder sollen künftig zudem leichter als bislang Zonen festlegen können, in denen das Tragen von Messern und anderer Waffen verboten ist - zum Beispiel vor Schulen, Bahnhöfen und in Fußgängerzonen. Die Idee eines generellen Verbots in Fußgängerzonen lehnt die Mehrheit der Innenminister ab, weil dort auch Messer verkauft werden.

Verabredet worden ist in Kiel dem Mainzer Ministerium zufolge auch eine Arbeitsgruppe der Innenministerien für eine verstärkte Kooperation im Kampf gegen das Aufbrechen und Sprengen von Geldautomaten. Ähnlich wie beim Wohnungseinbruchsdiebstahl könne so auch bei diesen Delikten ein größerer Fahndungsdruck aufgebaut werden, um der "zunehmenden Bandenkriminalität" zu begegnen. Rheinland-Pfalz werde zu der Arbeitsgruppe einladen.

Anfang Juni hatte das Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, dass Kriminelle im vergangenen Jahr deutschlandweit im Schnitt etwa einmal pro Tag und damit so oft wie nie zuvor versucht haben, Geldautomaten zu sprengen. In 137 Fällen kamen sie demnach an Bargeld und erbeuteten insgesamt rund 18 Millionen Euro. Besonders viele Taten wurden in Nordrhein-Westfalen (108 Fälle), Niedersachsen (54), Hessen (31) und Rheinland-Pfalz (26) registriert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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