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Mahnwache für toten Radfahrer: Abbiegeassistenten gefordert

Hamburg  

Mahnwache für toten Radfahrer: Abbiegeassistenten gefordert

15.06.2019, 14:24 Uhr | dpa

Mahnwache für toten Radfahrer: Abbiegeassistenten gefordert. Radfahrer liegen auf der Straße

Mehrere Dutzende Menschen liegen mit ihren Fahrrädern auf der Straße. Foto: Thomas Müller (Quelle: dpa)

Sie liegen wie tot auf der nassen Straße: Dutzende Menschen haben am Samstag in Hamburg an der Außenalster mit einer Mahnwache eines am Vortag getöteten 52 Jahre alten Radfahrers gedacht. Das sogenannte die-in fand an der Stelle statt, wo sich am Vortag der tödliche Unfall ereignet hatte. Es war bereits der zweite, der in diesem Jahr für einen Radfahrer in der Hansestadt tödlich endete.

Der Radfahrer war nach Angaben der Polizei vom Samstag bei Grün über die Straße gefahren und dabei von einem geradeaus fahrenden Lkw erfasst worden. In ersten Berichten hatte es geheißen, der Lkw sei abgebogen und der Fahrer habe dabei den Radfahrer übersehen. Erst im März war ein Radfahrer in Hamburg-Stellingen von einem abbiegenden Lastwagen überrollt und getötet worden.

Samina Mir, die stellvertretende Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Hamburg, sagte am Samstag, bei der Kundgebung gehe es auch darum, nicht einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Mit Blick auf die vielen Unfälle mit Lastwagen erneuerte sie ihre Forderung nach verbindlichen Abbiegeassistenten, wie sie Hamburg bereits im Rahmen eines Pilotprojekts mit städtischen Lastwagen testet. Eine schnelle Lösung wäre es, für innerstädtische Lkw-Fahrten einen festen Beifahrer vorzuschreiben, erklärte sie.

Erst am Donnerstag war eine 65-jährige Radfahrerin in Norderstedt nördlich von Hamburg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und lebensgefährlich am Kopf verletzt worden. Die 65-jährige Frau hatte gerade eine grüne Ampel passiert, als der Lastwagen sie rammte.

Bei einem weiteren Verkehrsunfall ebenfalls am Freitag wurde in Hamburg-Alsterdorf ein 56-jähriger Radfahrer schwer verletzt. Er sei von einem abbiegenden Auto auf einem Radweg in der Sengelmannstraße angefahren worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Radfahrer sei auf den Kopf gestürzt und für kurze Zeit orientierungslos gewesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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