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Thüringer Linke will Mieten für einige Jahre einfrieren

Erfurt  

Thüringer Linke will Mieten für einige Jahre einfrieren

15.06.2019, 17:53 Uhr | dpa

Thüringer Linke will Mieten für einige Jahre einfrieren. Susanne Hennig-Wellsow (Linke) spricht am Rednerpult

Susanne Hennig-Wellsow (Linke) spricht bei der Sitzung des Thüringer Landtages im Plenarsaal. Foto: Bodo Schackow/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Thüringer Linken, Susanne Hennig-Wellsow, hat sich für eine Begrenzung der Mieten in den Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt ausgesprochen. Thüringen könnte zum Beispiel einem in Berlin diskutierten Vorschlag folgen und die Mieten für fünf Jahre einfrieren, erklärte Hennig-Wellsow anlässlich einer wohnungspolitischen Konferenz ihrer Fraktion am Samstag in Erfurt. In dieser Zeit könnten in den Städten Jena, Erfurt und Weimar in großer Zahl preiswerte Wohnungen durch die öffentliche Hand gebaut werden.

Die Linke hatte sich bereits vor einigen Wochen für Obergrenzen bei den Mietpreisen in größeren Thüringer Städten ausgesprochen. Danach sollen die Mieten nur noch entsprechend der Inflationsrate steigen. Thüringens Wohnungswirtschaftsverband, der kommunale und genossenschaftliche Unternehmen vertritt, hatte das als ungerechtfertigt zurückgewiesen.

In den drei Städten müssten viele Menschen bereits mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete einsetzen, begründete Hennig-Wellsow ihren Vorstoß. Während die durchschnittliche Miete in Thüringen derzeit bei 5,50 Euro pro Quadratmeter liege, seien es dort 7,00 Euro und mehr. Hennig-Wllsow: "Es gibt ein Grundrecht auf Wohnen, aber es gibt kein Grundrecht auf Profit durch Vermietung." Sie brachte erneut auch die Gründung einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft ins Spiel.

Laut Wohnungswirtschaftsverband liegen die durchschnittlichen Bestandsmieten in den rund 250 000 Wohnungen der kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsgesellschaften derzeit bei 5,01 Euro pro Quadratmeter. Das sei ein Anstieg zum Vorjahr von 1,6 Prozent - etwa analog zur Inflationsrate. In Thüringen gibt es zudem ein großes Stadt-Land-Gefälle auf dem Wohnungsmarkt. In einigen ländlichen Regionen sind die Mieten niedrig, Wohnungen stehen leer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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